Wenn im Dülkener Kolpinghaus die Lichter verlöschen

Mitte August wird das Dülkener Kolpinghaus schließen. Aus dem Gebäude entstehen Wohnungen und mit der Traditionsgaststätte wird auch ein Stück Dülkener Geschichte der Vergangenheit angehören.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Dülken – Fast drei Jahrzehnte lang stand Gabi Peter hinter dem Tresen der Dülkener Gaststätte Kolpinghaus. Trotz langer Suche fehlt es an einem Nachfolger, weshalb am 15. August die Türen für immer schließen werden. Zwar hätten sich auf die Suche mehrere Hundert Interessenten gemeldet, doch die Nachfrage aus dem Gastronomiebereich gab es nicht. Nach einem dreiviertel Jahr wurde das Kolpinghaus nun von einem Düsseldorfer Investor aufgekauft. Nun möchte die 63-Jährige in den Ruhestand gehen, der Verkauf sei ihr nicht leicht gefallen. Die Gaststätte selbst wird deshalb nicht weitergeführt, der Saal wird abgerissen. Neben Wohnungen wird im Bereich des früheren Biergartens ein Stellplatz für die Anwohner geschaffen.

Das Gebäude selbst gehört seit 1934 zum Dülkener Stadtbild, wurde 1953 von der Kolpingfamilie Dülken erworben, die ein Kolpinghaus gründete. Mit ihnen wurde wandernden Gesellen eine Grundversorgung angeboten, heute dienen die Kolpinghäuser meist als Vereinsunterkünfte oder Jugendgästehäuser. Im Jahre 1993 übernahm die Gastronomin Gabi Peter das Kolpinghaus, die zu dieser Zeit im Haus Michels in Viersen-Bockert als Pächterin tätig war. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel