Eine ungewöhnliche Mischung setzte am Sonntag den Schlusspunkt des dreitägigen Festivals „Da ist was im Busch“. Die Rockschicht präsentierte „Trashdance vs. After-Zoch-Zirkus“ und machte die Party zum Familienfest.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Daniela Häming
Viersen – Als nach dem pinken Flamingo ein Römer gemeinsam mit dem Krümelmonster und die blaue Elfe mit einem Strafgefangenen am Hohen Busch ausstiegen, da konnten sich die Besucher sicher sein: Heute ist alles etwas anders. Das neue Open-Air-Festival „Da ist was im Busch“ hatte am letzten Tag eine bunte Mischung zu bieten.
„Karneval ist ausgefallen und wir wollen, dass ihr eure Kostüme aus dem Schrank holt und mal ordentlich durchlüftet“, so der Aufruf im Vorfeld, dem zahlreich die Feiernden gefolgt waren. Damit es zudem ein Tag für die ganze Familie wird, gab es nebenbei noch ein Kinderprogramm. Das Wetter selbst hielt sich bis kurz vor Schluss. Als dann der Regen einsetzte tat das der Stimmung keinen Abbruch. Was solls, getanzt werden konnte auch mit dem erfrischenden Nass.

Den musikalischen Part auf der Bühne dominierte das Trashdance-DJ-Team mit „Budda“ und „Dem schönen Branko“, die auf vier Plattenspielern etwas zusammenbrachten, was eher selten zusammen gehört. Blümchen umarmte die Red Hot Chili Peppers, Kasalla blies Querbeat die Trompete, Celine Dion tanzte den Mambo No 5 für Deichkind … und das Publikum liebte den berauschenden Mix.

Zwischendurch eroberte die belgische Band „NAFT“ die Bühne. Gerade einmal vor vier Jahren gaben die Musiker ihr Debüt in den Straßen von Gent. Mit Saxofon, Trompete und Schlagzeug spielte die Band House und Techno auf.
Ein fulminantes Konzept, bei dem Stillstehen ebenso nicht in Frage kam, wie bei „Powerdisco feat. MC Fitti“. Der deutsche Rapper mit Vollbart, Sonnenbrille und Baseballcap ist eine bekannte Größe auf Festivals. Seinem Ruf machte er auch in Viersen alle Ehre und sorgte für mitreißende Stimmung, der man sich nicht entziehen konnte.
Mit einer Spendenaktion für die Kuschelmonster WG und die Stiftung Fundación für Kinder, bei der 827 Euro zusammenkamen, fanden die vergangenen drei Tage und das neue Highlight am Hohen Busch einen großartigen Abschluss. (nb/dh)





