ASV behauptete sich im starken Kin-Ball-Feld

In der Sporthalle der Johannes-Kepler-Schule zeigte der ASV Süchteln am vergangenen Samstag bei einem gut besetzten Kin-Ball-Turnier eine geschlossene Leistung und belegte am Ende den sechsten Platz. Für die Mannschaft stand dabei nicht nur das Ergebnis im Vordergrund, sondern auch die Erfahrung, sich in einem anspruchsvollen und schnellen Wettbewerb mit Teams aus mehreren Regionen zu messen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen und Martin Häming

Viersen-Süchteln – Mit starken Leistungen, großem Teamgeist und viel Einsatz hat sich der ASV bei einem hochklassig besetzten Kin-Ball-Turnier in der Sporthalle der Johannes-Kepler-Schule den sechsten Platz gesichert. Das Turnier brachte zahlreiche Vereine und Spielgemeinschaften an einen Ort, unter ihnen Dissen, Dissen II, Roden/Schenklengsfeld, Osnabrück, Stuttgart/München, Stuttgart/München III, Hannover-Immensen, Hannover-Immensen II, Sterkrade, Sterkrade II, Erfurter Lachse, Erfurter Lachforellen, Uni-Lachse, Bobingen, Bobingen II und Süchteln. Entsprechend hoch war das Niveau in der Halle, in der von Beginn an konzentriert, lautstark und mit hoher Laufbereitschaft gespielt wurde.

Kin-Ball verlangt den Aktiven einiges ab: Aufmerksamkeit, präzise Abstimmung und die Fähigkeit, binnen Sekunden auf wechselnde Spielsituationen zu reagieren. Gerade in einem Feld mit mehreren leistungsstarken Mannschaften entscheidet oft nicht der einzelne spektakuläre Ballkontakt, sondern die Qualität des Zusammenspiels.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Der ASV startete mit einem überzeugenden ersten Auftritt in das Turnier. Die Mannschaft fand rasch in die Partie, trat entschlossen auf und sicherte sich zum Auftakt direkt einen Sieg. Dieser gelungene Einstieg verlieh dem Team sichtbar Sicherheit. In einem Wettbewerb, der durch ständige Wechsel zwischen Angriff und Absicherung geprägt ist, waren ein klares kommunikatives Miteinander und ein sauber abgestimmtes Stellungsspiel von besonderer Bedeutung.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Auch in den beiden folgenden Begegnungen bestätigte die Mannschaft ihren positiven Gesamteindruck. Beide Spiele endeten für den ASV mit einem zweiten Platz, was den konstanten Eindruck der ersten Runden unterstrich. Gegen die starke Konkurrenz behauptete sich das Team über weite Strecken mit hoher Einsatzbereitschaft und bemerkenswerter Geschlossenheit. Immer wieder kam es auf millimetergenaue Abstimmungen an, wenn der große Ball kontrolliert, weitergeleitet oder unter Druck gesichert werden musste. Gerade in diesen Phasen wurde sichtbar, dass Kin-Ball weit mehr ist als ein reines Reaktionsspiel: Es ist eine Disziplin, in der Kommunikation, Vertrauen und taktisches Denken eng miteinander verbunden sind. Am Ende der Veranstaltung stand für den ASV Platz sechs zu Buche. Angesichts des stark besetzten Teilnehmerfeldes und des fordernden Spielverlaufs war das ein ordentliches Resultat. Die Platzierung spiegelte sowohl die Qualität des Wettbewerbs als auch die Leistungsdichte wider, die das Turnier über weite Strecken bestimmte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Kin-Ball ist eine vergleichsweise junge Sportart, die 1986 in Kanada entwickelt wurde und inzwischen weltweit gespielt wird. Der große, leichte Ball mit einem Durchmesser von rund 1,22 Metern verleiht dem Spiel eine eigene Ästhetik: Bewegungen wirken weitläufig, Aktionen offen, zugleich aber präzise aufeinander angewiesen. Genau darin liegt der Reiz dieser Disziplin, die technische Fertigkeit mit sozialem Miteinander verbindet.

Dass Kin-Ball in Deutschland noch immer als besondere Nischensportart wahrgenommen wird, verlieh dem Turnier eine zusätzliche Note. Umso wichtiger sind Veranstaltungen wie dieses, bei denen Vereine aus unterschiedlichen Regionen zusammenkommen und sich auf hohem Niveau messen. Für die Aktiven bietet das nicht nur Spielpraxis, sondern auch die Gelegenheit, sich mit anderen Spielsystemen, Tempogestaltungen und taktischen Ansätzen auseinanderzusetzen. Der Deutsche Kin-Ball-Verband (DKBV), der den Sport seit seiner Gründung im Jahr 2019 organisiert, zählt im Jahr 2026 insgesamt 330 Mitglieder in 16 Vereinen bundesweit. Neben Clubs aus Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen gehört auch der ASV Einigkeit Süchteln zu den festen Größen der noch jungen deutschen Kin-Ball-Szene. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming