Dachbrand in LVR-Klinik sorgt für Großeinsatz der Feuerwehr

Dichter Rauch über der Johannisstraße und Blaulicht in alle Richtungen: Am Mittwochnachmittag kam es in der LVR-Klinik Viersen zu einem bestätigten Dachbrand, der zu einem großangelegten Feuerwehreinsatz führte. Verletzt wurde glücklicherweise niemand schwer.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Rita Stertz

Viersen-Süchteln – Gegen 15:25 Uhr wurde die Feuerwehr Viersen zunächst durch einen ausgelösten Druckknopfmelder alarmiert. Kurz darauf folgte über den Notruf die Mitteilung über starke Rauchentwicklung auf dem Klinikgelände – ein Hinweis auf ein reales Brandgeschehen. Die Leitstelle reagierte sofort und erhöhte das Einsatzstichwort auf „Feuer Stufe 4 – Krankenhaus mit Massenanfall von Verletzten (MANV)“. Weitere Kräfte wurden alarmiert.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Beim Eintreffen der ersten Einheiten bestätigte sich der Ernstfall: Auf dem Dach eines Klinikgebäudes brannten ein Bitumenkocher, mehrere Bitumenrollen, eine Gasflasche sowie Teile der Dachhaut. Zwei Drehleitern kamen parallel zum Einsatz, Atemschutztrupps bekämpften das Feuer sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite des Gebäudes aus der Höhe.

Rund eine halbe Stunde später – gegen 16 Uhr – meldete die Einsatzleitung, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Danach begannen umfangreiche Nachlöscharbeiten. Um mögliche Glutnester im Dach zu beseitigen, wurde die Dachfläche mit Rettungssägen geöffnet. Der darunterliegende Technikbereich wurde mittels Hochleistungslüftern entraucht. Glück im Unglück: Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Personen im betroffenen Gebäude, weshalb der MANV-Alarm schnell aufgehoben werden konnte. Ein Feuerwehrmann verletzte sich während des Einsatzes leicht, konnte jedoch nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus am selben Tag wieder verlassen.

Noch während die Löscharbeiten in der LVR-Klinik liefen, wurde die Feuerwehr wegen einer Rauchentwicklung an der Anne-Frank-Gesamtschule im Stadtteil Rahser alarmiert. Hier stellten die bereitstehenden Einheiten lediglich einen technischen Defekt an einer Lampe fest – ein Eingreifen war nicht notwendig. Zur Sicherstellung des Brandschutzes im übrigen Stadtgebiet wurde vorsorglich ein Löschzug der Feuerwehr Willich alarmiert. Nach kurzer Zeit konnte dieser jedoch wieder einrücken.

Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort oder in Bereitstellung. Neben der Feuerwehr Viersen mit den Löschzügen aus Süchteln, Viersen und Dülken, waren auch überörtliche Kräfte aus Clörath, Einheiten des Kreises Viersen, Spezialfahrzeuge für Atemschutz und CBRN-Erkundung sowie Rettungsdienste aus dem gesamten Kreisgebiet und Mönchengladbach eingebunden. Gegen 18:15 Uhr konnte der Einsatz vollständig beendet werden. Die Einsatzstelle wurde an die Klinikleitung übergeben, die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.  (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz