Der Mühlenturm D.EINS wird im Juni 2026 erneut zum Treffpunkt für Kunstinteressierte: Gleich zwei Ausstellungen präsentieren dort zeitgenössische Werke regionaler Künstlerinnen und Künstler. Die Gemeinde Schwalmtal lädt herzlich ein, die besondere Atmosphäre des historischen Ortes gepaart mit aktueller Kunst zu erleben.
Schwalmtal – Den Auftakt macht die Ausstellung „Harmonie trifft Dissonanz“, die vom 5. bis 7. Juni im Mühlenturm zu sehen ist (Dorfstraße 1, 41366 Schwalmtal-Amern). Die Vernissage findet am Freitag, 5. Juni, um 19.30 Uhr statt. An den beiden Folgetagen ist die Ausstellung jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Veronika Wolters Arbeiten sind geprägt von einem sensiblen Gespür für Farbe und Struktur. Ihre Bildwelten entstehen aus harmonisch abgestimmten Farbflächen, die durch feine Abstufungen und sorgfältige Kompositionen eine harmonische Wirkung entfalten. Demgegenüber setzt Regina Smura-Neuhaus in ihren Werken stärker auf inhaltliche Tiefe und gesellschaftliche Bezüge. Ihre meist gegenständlichen Gemälde eröffnen auf den zweiten Blick eine vielschichtige Auseinandersetzung mit aktuellen Umbrüchen und existenziellen Themen.
Mit Veronika Wolters und Regina Smura-Neuhaus begegnen sich zwei Künstlerinnen, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet: Beide waren über viele Jahre im Schuldienst als Kunstlehrerinnen tätig und arbeiteten zudem gemeinsam als Museumspädagoginnen im damaligen Jagd- und Naturkundemuseum in Brüggen. Beide Künstlerinnen sind während der gesamten Ausstellungsdauer vor Ort und freuen sich auf den Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern.
Ab dem 19. Juni folgt mit „Licht- und Farbenspiele“ eine zweite Ausstellung, die drei künstlerische Handschriften vereint. Die Eröffnung findet am Freitag, 19. Juni, von 17 bis 21 Uhr statt. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Heike Kleffmann (Krefeld), Klaus Angeli (Mönchengladbach) und Anke Dahl (Niederkrüchten), die sich jeweils auf eigene Weise mit den Wechselwirkungen von Farbe, Licht und Wahrnehmung auseinandersetzen.
Klaus Angeli, ursprünglich in der Werbe- und Industriefotografie tätig, hat in der abstrakten Malerei ein kraftvolles Ausdrucksfeld gefunden. Besonders eindrucksvoll sind seine Lichtobjekte aus Epoxidharz: großformatige, drehbar gelagerte Würfel, die auf LED-Säulen ruhen und durch individuell gesteuerte Beleuchtung faszinierende, fast meditative Raumerlebnisse erzeugen.
Die freischaffende Künstlerin Heike Kleffmann arbeitet in einem offenen, prozesshaften Ansatz. Ihre Bilder entstehen aus lebhaften, abstrakten Farbkompositionen, in die sie in einem zweiten Schritt figurative Elemente integriert. Diese Verbindung von expressiver Abstraktion und realistischer Präzision erzeugt eine spannungsreiche Bildtiefe, die den Blick immer wieder neu fordert.
Anke Dahl wiederum setzt auf die Unmittelbarkeit des Materials: Mit Temperafarben auf farbigem Lackpapier entwickelt sie eine kraftvolle, spontane Bildsprache. Ihre Werke – darunter Stillleben und abstrahierte Häuserlandschaften – leben von starken Kontrasten, klaren Linien und einem feinen Spiel von Licht und Schatten.
Die Ausstellung ist an folgenden Tagen geöffnet:
Samstag, 20.06.2026: 15 bis 19 Uhr
Sonntag, 21.06.2026: 11 bis 18 Uhr
Freitag, 26.06.2026: 17 bis 20 Uhr
Samstag, 27.06.2026: 15 bis 19 Uhr
Sonntag, 28.06.2026: 11 bis 18 Uhr
Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei. (opm)




