Ein zunächst unscheinbarer Einsatz entwickelte sich am Mittwochabend zu einem größeren Brand im Industriegebiet Mackenstein.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Leo Dillikrath
Viersen-Dülken – Gegen 18:15 Uhr war die Feuerwehr zu einem gemeldeten Kleinbrand an der Energiestraße alarmiert worden. Doch innerhalb kurzer Zeit häuften sich Notrufe, die auf eine deutliche Ausweitung des Feuers hindeuteten. Die Einsatzmeldung wurde daraufhin mehrfach hochgestuft, bis schließlich von einer brennenden Lagerhalle ausgegangen werden musste.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen ein deutliches Bild der Lage: Zwischen zwei Hallen hatte sich das Feuer bereits ausgedehnt. Eine der Hallen war durch die enorme Hitze stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dichter Rauch drang aus dem Gebäude.
Umgehend begannen mehrere Trupps unter Atemschutz mit den Löscharbeiten – sowohl im Inneren als auch von außen. Unterstützt wurden sie durch vorbereitete Drehleitern, die jedoch im weiteren Verlauf nicht eingesetzt werden mussten. Durch das schnelle Eingreifen gelang es, die angrenzenden Hallen vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

Zwar konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden, doch die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufwendig. Das Brandgut musste auseinandergezogen und gezielt abgelöscht werden, um auch letzte Glutnester zu beseitigen.
Drei Personen wurden vor Ort vom Rettungsdienst untersucht. Eine von ihnen wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Aufgrund der absehbar längeren Einsatzdauer wurden zusätzliche Kräfte zur Sicherstellung des Grundschutzes nachalarmiert. Diese mussten wenig später bereits zu einem weiteren Einsatz ausrücken: In einer Wohnung an der Dülkener Straße hatte ein Rauchmelder ausgelöst. Zwar wurde eine Rauchentwicklung festgestellt, ein offenes Feuer gab es jedoch nicht. Die Wohnung wurde anschließend belüftet.
Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte verschiedener Einheiten bis etwa 21:25 Uhr im Einsatz. (sk)





