Museum Schloss Rheydt setzt Töpfermarkt 2026 aus – neues Kunsthandwerksformat für 2027 geplant

Im Jahr 2026 wird im Museum Schloss Rheydt ausnahmsweise kein Töpfermarkt stattfinden. Stattdessen bereitet das Museum für 2027 ein neues, breiter aufgestelltes Marktformat vor.

Mönchengladbach – Unter dem vorläufigen Titel „Kunsthandwerkermarkt Schloss Rheydt – Feines aus Werkstätten & Manufakturen“ soll der Markt inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt werden.

Hintergrund dieser Entscheidung sind umfangreiche bauliche und inhaltliche Entwicklungsprozesse am Museum Schloss Rheydt. Seit 2022 wurde das Herrenhaus schrittweise neu eingerichtet, Teile der Außenanlagen sind bereits saniert. Weitere Maßnahmen, unter anderem an Fassaden und Vorburg, befinden sich derzeit in Umsetzung. Dadurch kann es beim Gelände in Teilen zu Einschränkungen kommen, sagt Museumsleiter Dr. Karlheinz Wiegmann: „Aufgrund noch laufender Bauarbeiten ist aktuell nicht absehbar, ob die Turnierwiese als zentraler Veranstaltungsort des bisherigen Marktes Anfang Juli dieses Jahres zur Verfügung stehen wird. Vor diesem Hintergrund haben wir uns dazu entschieden, den Markt in diesem Jahr auszusetzen. Das gibt uns aber zusätzlich Möglichkeiten in neue Projekte verstärkt Energie zu setzen.“ Denn parallel plant das Museum eine neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung, die ab 2027 in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgesellschaft entstehen soll. Im Gesamtkonzept des Museums wird der Markt in neuem Format künftig eine wichtige Rolle einnehmen.

„Wir lösen uns vom alleinigen Schwerpunkt Keramik und erweitern den Blick auf hochwertiges Kunsthandwerk rund um die Themen Wohnen, Küche und Esskultur, alles was ein schönes Zuhause ausmacht“, gibt Wiegmann einen Ausblick. „Neben Keramikerinnen möchten wir künftig zum Beispiel auch Metall- und Holzhandwerkerinnen beteiligen.“

Der Anspruch bleibt unverändert: Präsentiert werden sorgfältig ausgewählte, qualitativ hochwertige Arbeiten, die Kreativität, handwerkliches Können und Authentizität verbinden.
Ergänzt werden soll der Markt durch ein begleitendes Kultur- und Mitmachprogramm, das inhaltlich an den Markt und die Sammlung des Museums anknüpft. Ziel ist es, den Aufenthalt für Besucher*innen abwechslungsreicher zu gestalten, neue Zielgruppen anzusprechen und das Gesamterlebnis vor Ort zu stärken. Ein besonderes Element des neuen Konzepts ist die geplante Ausweitung der Öffnungszeiten: Der Markt soll samstags später beginnen und bis in die Abendstunden – etwa bis 20 oder 21 Uhr – geöffnet sein. Damit bietet das Schloss insbesondere an sommerlichen Abenden eine besondere Atmosphäre, etwa im Arkadenhof.

Als vorläufiger Termin für den Kunsthandwerkermarkt 2027 ist das dritte Juli-Wochenende, der 18. und 19. Juli 2027, vorgesehen. Die konkreten Planungen starten in der ersten Jahreshälfte 2026. Über den weiteren Verlauf wird das Museum Schloss Rheydt fortlaufend informieren.
Die Sommermusik im August ist durch die baulichen Einschränkungen nicht betroffen. Bis dahin werden die Maßnahmen, die die Turnierwiese betreffen, abgeschlossen sein. (opm)