„Die Stadt im Blick“ – Hopp tritt sein Bürgermeisteramt an

Ein wichtiger Tag für Viersen: Christoph Hopp ist am Donnerstag, 13. November 2025, offiziell in sein Amt als Bürgermeister eingeführt worden. In der konstituierenden Sitzung des Rates legte Hopp den Amtseid ab und richtete erste Worte an die Ratsmitglieder.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Leo Dillikrath

Viersen – „Lassen Sie uns offen miteinander reden, ehrlich streiten und gemeinsam gestalten – für eine Stadt, in der man gerne lebt, arbeitet und zuhause ist“, erklärte Hopp in seiner kurzen Ansprache. Der neue Bürgermeister betonte dabei die Bedeutung eines respektvollen Umgangs im politischen Alltag und verwies auf die Herausforderungen der kommenden Jahre: „Erfolgreiche Politik gelingt nur durch Transparenz, Fairness und durch das Rückgewinnen derjenigen, die sich vielleicht von der Demokratie abgewendet haben.“

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Für Hopp geht es nicht um Selbstdarstellung, sondern um die Stadt selbst: „Ich will nicht mich profilieren, sondern das Profil meiner Stadt stärken“, sagte er und machte deutlich, dass er Verantwortung für Viersen als seine Heimat übernehme. Die Begrüßung und Amtseinführung des neuen Bürgermeisters übernahm der dienstälteste Ratsherr, Stephan Sillekens.

Die erste Aufgabe von Bürgermeister Hopp als Ratsvorsitzender war die Einführung und Verpflichtung der Ratsmitglieder. Alle 66 gewählten Stadtverordneten waren anwesend und erhoben sich von ihren Plätzen, um ihre Bereitschaft zur gesetzmäßigen und gewissenhaften Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu bekräftigen. Besonders hob er die neuen Mitglieder hervor und lobte das Engagement für die Allgemeinheit: „Es ist schön zu sehen, dass Menschen bereit sind, sich für das Wohl der Stadt einzusetzen. Hier im Rat geht es immer um das Wohl der Stadt, nicht um Einzelinteressen.“

Im weiteren Verlauf der ersten Ratssitzung der Wahlperiode 2025–2030 wurden die ehrenamtlichen Stellvertretungen des Bürgermeisters sowie die Ortsbürgermeisterinnen und -bürgermeister und die Zusammensetzung der Ausschüsse bestimmt. Simone Gartz (CDU) wurde als erste stellvertretende Bürgermeisterin gewählt, Peter Schmitz (SPD) als zweiter Stellvertreter. Der gemeinsame Wahlvorschlag, auf den sich die Fraktionen vorab verständigt hatten, erhielt beeindruckende 65 von 67 Stimmen. Hopp zeigte sich erfreut über die Einigkeit: „Diese Zusammenarbeit ist ein starkes Signal für konstruktive Politik in Viersen.“

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Die Stellvertreter übernehmen die Vertretung des Bürgermeisters bei der Leitung der Ratssitzungen und bei repräsentativen Aufgaben. Hopp wird zusätzlich von hauptamtlichen Beigeordneten unterstützt, die ihn in Verwaltungsfragen vertreten.

Auch die Ortsbürgermeisterinnen und -bürgermeister der vier Stadtteile Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim wurden gewählt. Die Entscheidung fiel einstimmig, basierend auf einem vorher abgestimmten gemeinsamen Vorschlag der Fraktionen. Die Besetzung im Überblick:

  • Viersen: Jürgen Moers (CDU), Vertretung Tamara Argento (SPD)
  • Dülken: Simone Gartz (CDU), Vertretung Ebru Cornelißen (SPD)
  • Süchteln: Wolfgang Genenger (CDU), Vertretung Klara Leiterer (SPD)
  • Boisheim: Rainer Thielmann (CDU), Vertretung Peter Breidenbach (B90/Grüne)

Die Ortsbürgermeisterinnen und -bürgermeister vertreten die Interessen ihres jeweiligen Stadtteils gegenüber dem Rat und übernehmen zusätzlich repräsentative Aufgaben. Die Besetzung der Positionen orientierte sich an den Stimmanteilen der Kommunalwahl und spiegelt die politische Balance im Rat wider.

Mit Christoph Hopp an der Spitze beginnt in Viersen eine neue Phase der Zusammenarbeit im Rat. Hopp setzt auf Transparenz, Dialog und gemeinsame Entscheidungen. „Wir haben jetzt die Chance, Politik erlebbar zu machen, das Vertrauen zurückzugewinnen und die Menschen zu begeistern. Es geht um Viersen, um unsere Stadt, die wir alle gemeinsam gestalten“, resümierte Hopp zum Abschluss. Die erste Ratssitzung der Wahlperiode 2025–2030 hat damit nicht nur formell den neuen Bürgermeister ins Amt eingeführt, sondern auch ein starkes Signal für eine konstruktive und gemeinsame Arbeit für die kommenden fünf Jahre gesetzt. (sk)

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath