Ein Baum in Erinnerung an Josef Schürgers

Am 21.10.1922 in Kamp-Lindfort geboren, in Dülken aufgewachsen, war Josef Schürgers (†2001) seit den 60 Jahren mehrere Jahrzehnte an prominenter Stelle in der Viersener Kommunalpolitik tätig.

Viersen – Von 1960 bis 1965 übte er das Amt des Bürgermeisters der Stadt Viersen aus und vertrat „seine Partei“ an vorderster Stelle über lange Jahre im Stadtrat bzw. im Kreistag. Seit 1966 war er zudem für über 20 Jahre Mitglied des Düsseldorfer Landtags. 1974 übernahm er dort das Amt des Sprechers der CDU Landtagsfraktion für Wohnungs- und Städtebau.

Beruflich war der gelernte Wohnungskaufmann von 1965 bis zum Renteneintritt im Jahr 1988 als Vorstandsvorsitzender bei der Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB) tätig. In dieser Zeit hat er den Wohnungsbau für breite Schichten der Gesellschaft in den Mittelpunkt seines Wirkens gestellt und rund 1000 neue Wohnungen gebaut. „Ich habe meine Aufgabe in den vergangenen Jahren auch darin gesehen, im weitesten Sinne sozialen Gruppen Unterkünfte zu verschaffen, die am freien Wohnungsmarkt kaum zu vermitteln sind […]. Gerade diese Arbeit […] hat mir viel Freude bereitet.“ Sein Engagement brachte ihm auch den Beinamen „Baulöwe, der sozial handelte“ ein.

Josef Schürgers wurde für seine Verdienste um die Stadt mit der Stadtplakette in Silber (1969) und Gold (1987) geehrt. 1974 wurde er mit dem „Bundesverdienstkreuz am Bande“ ausgezeichnet, sechs Jahre später (1980) erhielt er das „Bundesverdienstkreuz I. Klasse“. Die CDU und auch die von ihm 1988 gegründete CDU-Senioren der Stadt Viersen ernannten ihn zum Ehrenvorsitzenden.

Mit dem Namen Josef Schürgers sind in Viersen unter anderem die Wohnanlagen „Beginenhof“ und „Klostermühle“ eng verbunden. 2018 entschied der Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung eine Straße im Viersener Stadtteil Rahser nach ihm zu benennen.
Schürgers wäre am 21.10.2022 100 Jahre alt geworden. Zur Erinnerung an ihn pflanzte seine Familie in Zusammenarbeit mit der VAB einen Baum an der Wohnanlage „Schürgers Hof“.
Der Baum soll nicht nur den Anwohnern, sondern auch zukünftig den Kindern der sich aktuell noch im Bau befindlichen Kindertagesstätte einen schönen Anblick bieten. (opm)

Foto: Privat