Seit dem Jahr 2009 bereichert ein außergewöhnliches Kunstwerk den Ernst-Hellmund-Platz in Dülken: Der „Maskenreigen“, geschaffen von dem bayerischen Bildhauer Franz Weidinger aus Deining in der Oberpfalz, wurde am 20. Juni jenes Jahres feierlich eingeweiht und ist seither ein markanter Blickfang vor der Narrenmühle.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz
Viersen-Dülken – Die bronzene Skulptur, montiert auf einem massiven Granitblock, zeigt Masken aus unterschiedlichsten Kulturkreisen: eine schamanische Tiermaske, eine asiatische Sonnenmaske und eine venezianische Pestmaske sind Teil des Reigens. Sie stehen symbolisch für die weltweite Tradition des Maskentragens – ein Ausdruck von Ritual, Theater und natürlich des Karnevals.
Der Maskenreigen gilt als Sinnbild für die Vielfalt, Ausdruckskraft und die verbindende Kraft der Narretei. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat gemeinsam mit der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Viersen, dem Förderverein der Narrenmühle sowie einem anonymen Spender die Finanzierung des Projekts übernommen.
Der Entwurf von Franz Weidinger überzeugte durch seine künstlerische Tiefe und internationale Symbolkraft. Die Bronzemasken, meisterhaft modelliert und gegossen, bringen Geschichte und Kultur ins Stadtbild – direkt vor der traditionsreichen Narrenmühle. Gemeinsam mit dem neugotischen Wegekreuz bildet die Skulptur das Herzstück des Ernst-Hellmund-Platzes, der nach dem langjährigen „Rector magnificus“ der Dülkener Narrenakademie benannt ist. Der „Maskenreigen“ ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein kulturelles Statement: Er zeigt, dass Karneval weit mehr ist als Frohsinn und Feiern – nämlich ein uraltes, weltweit verbreitetes Ritual menschlicher Kreativität und Identität. (cs)





