Erneute Beschilderung im Alten Tierpark in Süchteln

Zum anstehenden Baubeschluss am kommenden Dienstag und rechtzeitig bevor zum 1. Oktober wieder die Kettensägen ihren Auftritt haben dürfen, machen die Viersener Parents for Future mit einer Beschilderung noch einmal auf das geplante Abholzen gesunder Bäume im Alten Tierpark in Süchteln aufmerksam.

Viersen-Süchteln – Die Umgestaltung, der eine längere Diskussion in den Gremien vorausgegangen ist, wurde schließlich im Stadtrat beschlossen und wird mit Hilfe von Fördergeldern und einem nicht unwesentlichen Eigenanteil der Stadt Viersen noch in diesem Jahr in Angriff genommen. So ist auf den Schildern nicht nur vom Sterben der Bäume, sondern auch von Steuerverschwendung die Rede.

„Das betrifft im Wesentlichen Abriss und anschließende Erneuerung von Beton, was vom Material her jedem Nachhaltigkeitsgedanken widerspricht und erst für die Instabilität der Bäume sorgt“, erklärt dazu Vera Thelen. „Hinzu kommt, dass sich mit dem Zuspitzen der Klimakrise die Voraussetzungen dramatisch verändert haben“, sagt Ruth Roettges. „Insbesondere der neue Bericht des Weltklimarates IPCC weist darauf hin, dass unser aller Überleben nur durch eine elementare Umgestaltung unserer Wirtschaftsweise erreicht werden kann.“

Nun ist es nicht ganz leicht, sich mit den ca. 3000 Seiten starken, in wissenschaftlichem Englisch geschriebenen Klimaberichten auseinanderzusetzen. Das weiß der IPCC und gibt daher immer auch eine kurze Zusammenfassung als Leitfaden für Politik und Entscheider heraus. Diese erschien im Juli dieses Jahres. Ruth Roettges weiter: „Wir erwarten unbedingt, dass auch die Stadt Viersen sich mit diesen Leitlinien auseinandersetzt und danach handelt – nicht aus Prinzip, sondern aus Verantwortung für die Stadt und ihre BewohnerInnen. (opm)

Foto: Parents for Future Kreis Viersen

4 Kommentare

  1. Es wurde nicht gefragt. Alles nur Show!

    Bürger, Umwelt,- und Klimaaspekte wurden ignoriert.

    Klar doch, die fördernde Klientel, die Freunde, die guten Freunde, sie alle müssen, gerade jetzt, mit Aufträgen versorgt werden……

  2. Ich meine ja auch ganz bescheiden: Anstatt die Anlagen und Bäume zu pflegen und auch die sinnlose Geldverschwendung für die „Verschönerung“ der Fussgängerzone zu unterlassen, hätte man mit dem nun eingesparten Geld in Süchteln eine schöne und genossenschaftlich betriebene Biogasanlage bauen können.
    Und diese könnte dann schönen Strom für die Menschen produzieren,der bezahlbar ist.
    Tja, so könnte es gehen. Könnte…..wenn man wollte!!!

    1. Die Idee einer genossenschaftlichen Biogasanlage ist gar nicht so schlecht!
      Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass ein geeigneter Standort für so ein Vorhaben,
      in Süchteln gefunden werden würde! Geschweige das so eine Idee im Rat der Stadt Viersen
      Anklang findet, da müsste die Stadt ja mal auf die Bedürfnisse der Bürger eingehen und könnte
      nicht über deren Köpfe hinweg entscheiden und, wie @Opa so schön geschrieben hat, sich
      gegenseitig mit mit Aufträgen versorgen……

  3. @ Vorredner
    Im Umfeld gibt es genug geeignete Flächen. Das gilt für das gesamte Stadtgebiet Viersen. Man hätte schon lange auf eine autarke Energie-Versorgung setzten müssen. Aber das hätte dann die Pfründe geschmälert und Alleinherrschaft der Stadtwerke beendet.
    Politik hier wie anderswo funktioniert derzeit doch, in dem sich die Parteien, regierende wie oppositionelle, rote, grüne, schwarze und gelbe, die Demokratie en bloc unter die Nägel gerissen haben.
    Die Bürger fürchtet man ,weil sie noch wählen dürfen. Aber was können die Wähler heute mit ihrer Stimme wirklich noch bewegen?????

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