Fahrradverband warnt: „Viersens Straßenschilder sind gefährlich“

Mit den Straßenverkehrsschildern „Alle Ziele“ hat Viersen erneut bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Nun warnt ein Fahrradverband eindringlich vor einem Besuch am Niederrhein.

Viersen – Der deutschlandweite Fahrradverband „Platten, was sonst“ warnt vor den allseits bekannten Verkehrsschildern „Alle Ziele“ und vor Touren durch die Stadt Viersen in seiner aktualisieren Broschüre der besten deutschen Fahrradtouren. Der Reisefachmann Mag. Helmut C. Ylo-Phobie warnt eindringlich nach der langen Corona-Pandemie „mal eben“ auf das Fahrrad zu steigen, um dann eine nicht bis ins kleinste Detail geplante Tour durch die Viersener Mispelstadt zu unternehmen. „Nach dem Lockdown haben viele Fahrradfahrer vergessen sich genügen vorzubereiten und folgen dann vermeintlich den gefährlichen Schildern innerhalb der Stadt Viersen“, so Mag. Helmut C. Ylo-Phobie.

Bereits vor zwei Jahren konnte nur durch großen Zufall ein damals 58-Jähriger auf dem Hohen Busch gefunden werden, der den „Alle Ziele“-Schildern gefolgt war (der Rheinische Spiegel berichtete). „Ich finde es von der Kommune unverantwortlich nach den bekannten Gefahren nichts an diesen Straßenfallen getan zu haben“, erklärt der studierte Fahrradfahrer weiter und übt harsche Kritik. „Ich meine, was heißt denn schon ‚Alle Ziele‘. Hier werden unbescholtene Rad- und Autofahrer in die Falle gelockt, die dann an unbekannten Orten, völlig verzweifelt ihr Leben fristen müssen. Wenn sie Glück haben, dann erreichen sie noch eine Stadt, wenn nicht, dann sitzen sie auf dem Hohen Busch fest.“

Die Nachricht vor zwei Jahren, dass der lang vermisste Hartmut Verlust als Einsiedler auf dem Hohen Busch gefunden wurde, sieht Mag. Helmut C. Ylo-Phobie als wichtigen Anhaltspunkt für die Gefährlichkeit der Schilder. „Haben die Stadtplaner einmal darüber nachgedacht, wie es für den Mann gewesen sein muss, sich drei Jahre lang von Wurzeln, Maden und Low-Carb-Riegeln ernährt hat? Jetzt, nach der Corona-Pandemie ist die Gefahr enorm gestiegen, dass sich diese Katastrophe wiederholt.“

Foto: Rheinischer Spiegel

Mittlerweile sammelt der deutschlandweite Fahrradverband „Platten, was sonst“ mit einer Online-Petition Unterschriften, mit denen die gefährlichen Schilder bald der Vergangenheit angehören sollen. „Reicht das nicht, so werden wir zu Demonstrationen aufrufen oder die Verantwortlichen auf eine Fahrradtour schicken. Die kommen dann wohl nicht so schnell wieder“, so der Verband und wirft dabei noch einmal einen Blick in das Jahr 2020, schließlich weisen Kritiker bereits seit einigen Jahren auf die Gefahr der Verkehrsschilder hin, mit denen die Viersener Hauptverkehrsadern durchzogen sind. Andere haben es lange aufgegeben verständnislos mit dem Kopf zu schütteln, doch für Hartmut Verlust (heute 61 Jahre alt) wurden diese Schilder zu einer verwirrenden Falle. Mit dem kleinen Haus in Viersen hatten sich Marion und Hartmut Verlust ihren Traum erfüllt, hatten dazu ihre Geburtsstadt am Rhein verlassen. Bereits wenige Tage nach ihrem Umzug verschwand Hartmut Verlust spurlos, hatte morgens das Haus verlassen um Brötchen zu kaufen und war jenen „Alle Ziele“-Schildern gefolgt.

Großangelegte Suchaktionen verliefen erfolglos. Marion Verlust (53) hatte die Hoffnung nach rund drei Jahren fast aufgegeben, als sich in Viersen die Gerüchte zu einem Einsiedler auf dem Hohen Busch verbreiteten. Spaziergänger berichteten von einem ‚Waldschrat‘, der sich besonders in den Dämmerstunden scheu zwischen den Bäumen versteckte. Aus den Gerüchten wurde Gewissheit, als ein Mann mit langem Bart, abgemagerter Struktur und zerrissener Hose versuchte mit einer Falle aus geflochtenen Haarbändern und einem Fußball ohne Luft einen Chihuahua zu jagen, der von einer Viersenerin auf dem Hohen Busch ausgeführt wurde. Der auf 40 Kilogramm abgemagerte, hungernde und Wildnis-unerfahrene Mann griff irgendwann Spaziergänger an, ernährte sich unter anderem von Low-Carb-Riegeln aus vor Schreck weggeworfenen Handtaschen. Über das Ende der Suche und die Rückführung des Vermissten mit dem Gutachten von Prof. Prof. N. Ichtganzdicht berichtete der Rheinische Spiegel umfangreich 2020 hier. (S. A. Tire/RS-Redakteur Dietmar Thelen)


Gut, dass es sich hier um Satire handelt, das dürfte eigentlich klar sein und wir hoffen, wir konnten für ein Lachen sorgen. Übrigens: Unser Fachmann Mag. Helmut C. Ylo-Phobie ist natürlich nicht irgendwer, sondern verweist auf die Cyclophobie, auch bekannt als Bitrochosophobie oder Velociphobie. Mit diesen Begriffen bezeichnet die Medizin tatsächlich die krankhafte übersteigerte Angst vor Fahrrädern. Davon Betroffene meiden nicht nur die Nähe vor Fahrrädern, sie bekommen bereits Angststörungen, wenn sie überhaupt nur an Fahrräder denken.


Viersener Verkehrsschildern gefolgt: Geheimnis um den ‚Waldschrat‘ vom Hohen Busch aufgeklärt

4 Kommentare

  1. Viel schlimmer ist der ominöse niederrheinische Ort „Zur“, der trotz intensiver Suche bislang nicht gefunden werden konnte.

    1. Wer hier nichts schnallt ist eindeutig.
      Wer eine Satire nicht begreift, sollte einfach Zurückhaltung üben, statt persönlich zu werden.

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