Förderung der freien Kultur in Mönchengladbach: Über 200.000 Euro für Projekte und Kulturstrukturen

Die freie Kulturszene Mönchengladbachs bleibt ein zentraler Bestandteil des städtischen Kulturlebens – und das würdigt auch der Rat der Stadt: Für das Jahr 2026 stellt er erneut umfangreiche Projekt- und Strukturfördermittel zur Verfügung und schafft damit Planungssicherheit für zahlreiche kulturelle Vorhaben der freien Szene.

Mönchengladbach – Für die Projektförderung standen auch für dieses Jahr wieder 173.500 Euro bereit. Bis zum Antragsschluss Ende Oktober 2025 gingen 38 Anträge mit einer beantragten Gesamtsumme von rund 249.000 Euro ein. Nach fachlicher Prüfung durch die Kulturverwaltung sowie Beratung im Kulturausschuss wurden 22 Projekte zur Förderung ausgewählt. „Der Bedarf ist weiterhin groß“, so Agnes Jaraczewski, Leiterin des Kulturbüros. „Wir sind sehr froh, dass wir in Zeiten, die für die Kultur durchaus schwierig sind, viele Vorhaben unterstützen können.“

Darüber hinaus wurden vier weitere Projektanträge ausgewählt, die die Möglichkeit erhalten, ihre Konzepte zu überarbeiten und in einer zweiten, geschlossenen Förderrunde erneut einzureichen. Für diese stehen noch Restmittel in Höhe von rund 52.650 Euro zur Verfügung. Birte Wehmeier, stellvertretende Leiterin des Kulturbüros, erläutert hierzu:

„In diesen Fällen war in den Anträgen grundsätzlich großes Potenzial erkennbar, das in der vorliegenden Form jedoch noch nicht für eine Förderung ausgereicht hat.“ Eine Präzisierung konkret benannter Punkte könne dann zu einer Förderzusage im Rahmen der zweiten Vergaberunde führen.

Ergänzend zur Projektförderung wurde auch die Strukturförderung erneut vergeben. Diese richtet sich an bewährte Akteur*innen der freien Kulturszene, die mit dauerhaft betriebenen kulturellen Begegnungsorten zur nachhaltigen Entwicklung des Kulturstandorts Mönchengladbach beitragen. Für diesen Förderbereich stehen 65.000 Euro zur Verfügung. Aus den fünf eingegangenen Anträgen wurden vier Einrichtungen zur Förderung ausgewählt: das Köntges der Altstadtinitiative Mönchengladbach e.V., das Studio des freeflow e.V., der MMIII Kunstverein Mönchengladbach e.V. sowie die „2N60“ des Schrei Auf e.V. (opm)