Gott ein Stück näher sein – Et Booschhellijehüske am Klosterweiher

Antonius Bosch ließ die Kapelle am Klosterweiher in Viersen 1720 zu Ehren der Himmelskönigin errichten. Heute ist das Schmuckstück als Bosch-Heiligenhäuschen oder „Booschhellijehüske“ bekannt.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen/Niederrhein Der Fußfall-Stationsweg weist den Weg von St. Remigius zum ehemaligen Kloster am Klosterweiher. Hier steht seit 1720 das „Booschhellijehüske“ (Bosch-Heiligenhäuschen), eine kleine Kapelle, die Antonius Bosch, der Verwalter der Wirtschaft des Klosters St. Pauli, zu Ehren der Himmelskönigin errichten ließ. Die Sandsteinplatte über dem Eingang, die mit Herz und Kreuz ergänzt wurde, trägt zur Erinnerung den Namen des Stifters.

Bereits Anfang des 20 Jahrhunderts wurde dringend eine Sanierung nötig, die 1927 erfolgte. Hierbei geriet die aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts stammende Madonna, welche bis zu diesem Zeitpunkt in der Kapelle aufgestellt war, in den Kunsthandel, konnte jedoch im späteren Verlauf für die Kirche St. Josef zurückgekauft werden. Heute beherbergt die Kapelle eine Tonstatue.

Der Fußfall-Stationsweg weist den Weg von St. Remigius zum ehemaligen Kloster am Klosterweiher. Hier steht seit 1720 das „Booschhellijehüske“ (Bosch-Heiligenhäuschen), eine kleine Kapelle, die Antonius Bosch, der Verwalter der Wirtschaft des Klosters St. Pauli, zu Ehren der Himmelskönigin errichten ließ. Foto: Rheinischer Spiegel

Aus Backstein wurde die Kapelle mit einem rechteckigen Grundriss sowie einem dreiseitigen Abschluss erbaut. Das mit Schiefer eingedeckte Dach wird von Seitenwänden getragen, die durch rechteckige Blendfelder gegliedert sind. Im Jahre 2015 wurde die Eichentüre gemeinsam mit freiwilligen Helfern ebenso renoviert wie der Dachbereich. Das Heiligenhäuschen erhielt eine neue Farbe und Graffiti an der Außenwand wurde entfernt.

Die Eichentüre schützt ein Kreuzgratgewölbe mit einem Altar, auf dem die Statue der Mutter Gottes von Schmuckfließen im Bodenbereich eingerahmt wird. Mittlerweile zählt das Bosch-Heiligenhäuschen zu den Baudenkmälern in NRW und gilt als lebendiges Zeugnis der Volksfrömmigkeit in Viersen. (nb)

Die Sandsteinplatte über dem Eingang, die mit Herz und Kreuz ergänzt wurde, trägt zur Erinnerung den Namen des Stifters. Foto: Rheinischer Spiegel

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