Japanischer Garten in Düsseldorf – Treffpunkt der Manga-Szene

Monkey D. Ruffy, Son-Goku, Super Sonico oder Sakura Haruno haben im Japanischen Garten in Düsseldorf einen neuen Treffpunkt gefunden. In der nordwestlichsten Ecke des Nordparks begeistert bereits seit einigen Jahrzehnten das fernöstliche Garten-Juwel nicht nur die Comic- und Manga-Szene. 
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Düsseldorf/Niederrhein Der Japanische Garten ist nicht mehr an jedem Tag still und beschaulich, denn in der nordwestlichsten Ecke des Düsseldorfer Nordparks haben an sommerlichen Tagen die Comic- und Manga-Fans die rund 5.000 Quadratmeter große Fläche für sich entdeckt.

Der japanische Garten selbst begeistert bereits seit einigen Jahrzehnten die Besucher, die hier von fernöstlichem Flair begleitet durch das Gelände flanieren. Im Jahr 1971 starteten die Überlegungen für einen japanischen Garten, in die sich zwei Jahre später die japanische Gemeinde einschaltete. Nach der Gründung eines Vereins „Japanischer Garten in Düsseldorf“ wurde 1974 der erste Spatenstich getan, wodurch ein Jahr später der Garten am Rhein der Bevölkerung als Zeichen der besonderen Verbundenheit geschenkt werden konnte.
Rund 1,9 Millionen Mark kostete die Gestaltung der fernöstlichen Idylle, die heute noch Staunen lässt.

Der japanische Garten selbst begeistert bereits seit einigen Jahrzehnten die Besucher, die hier von fernöstlichem Flair begleitet durch das Gelände flanieren. Foto: Rheinischer Spiegel

Ein Rundweg führt durch den Bereich, der mit Kiefern und japanischem Fächerahorn in Szene gesetzt wurde, eine Schiffsanlegestelle ergänzt das Wasserelement. Vier Steinlaternen, wie sie früher als Votivgaben die Tempelwege schmückten, hat der japanische Garten- und Landschaftsarchitekten Iwakii Ishiguro gemeinsam seinem Sohn Shojiro eingeplant. Die Bauleitung war den beiden Gartenmeistern Ishiguro und Sakuma und sechs weiteren japanischen Gärtnern, die einen Teichgarten formten, der in Japan auch als Lustgarten bekannt ist. Das Wegesystem selbst ist eine Sonderform, die in Japan im 17. Jahrhundert entstand. Wie in Japan üblich, hat auch der „Garten der Besinnung“ am Rhein eine tiefere Bedeutung. Der Teich symbolisiert eine Insel der Unsterblichen, in ihm haben Farbkarpfen, die zum Teil noch aus Tempelteichen von Nara in Japan stammen, eine Heimat gefunden.
Die Bäume dagegen sind als „Baum des aufrechten Geistes“ benannt worden und während in den ersten Jahren Gärtner aus Fernost an den Rhein reisten, pflegen mittlerweile gut eingewiesene, städtische Mitarbeiter die in einem fernöstlichen Stil mit Bonsai-Scheren geschnittenen Äste.

Während Japaner allerdings keine Stühle mit in ihren Garten nehmen würden oder Trampelpfade „gestalten“, ist die deutsche Wahrnehmung hier völlig anders. Aus dem Garten der Besinnung wurde so mittlerweile immer wieder ein lebendiger Treffpunkt als praktischer Ort der Erholung. (ea)

Japanischer Garten | Stockumer Kirchstraße | 40474 Düsseldorf
https://www.duesseldorf.de/stadtgruen/park/japanischer-garten.html

Wie in Japan üblich, hat auch der „Garten der Besinnung“ am Rhein eine tiefere Bedeutung. Foto: Rheinischer Spiegel