Heimat auf dem Teller: Herzhafte „Muurejubbel“-Suppe

Zu jeder Jahreszeit schmeckt dieser Klassiker aus dem Rheinland und natürlich Omas Kochbuch: die „Muurejubbel“-Suppe. Diese deftige Möhrensuppe vereint bodenständige Zutaten zu einem aromatischen Erlebnis voller Heimatgefühl.

Niederrhein – Weiße Bohnen, farbenfrohes Wurzelgemüse und kräftige Fleischbrühe verschmelzen hier zu einer herzhaften Komposition, die nicht nur satt, sondern auch glücklich macht.

Zutaten
1 l Wasser
750 g Fleischknochen
2 Zwiebeln (für den Fleischsud)
1 Petersilienwurzel
250 g weiße Bohnen (getrocknet oder 1 Glas vorgekochte)
500 g gelbe Möhren
500 g rote Möhren
4 große Kartoffeln
2 Zwiebeln (für die Suppe)
1 Stange Porree
375 g Bratwurst
Pfeffer, Salz
Liebstöckel
(Optional) 1 EL Essig pro Portion beim Servieren

Zunächst wird ein kräftiger Fleischfond gekocht. Dafür 750 g Fleischknochen mit zwei grob gewürfelten Zwiebeln, etwas Salz und einer Petersilienwurzel in 1 Liter Wasser langsam auskochen lassen. Wenn der Sud reich und aromatisch ist, durch ein Sieb abseihen und beiseitestellen.

Währenddessen 250 g weiße Bohnen über Nacht einweichen und anschließend weich vorkochen. Alternativ kann auch ein Glas fertig gegarte Bohnen verwendet werden.

Nun das Gemüse vorbereiten: 500 g gelbe Möhren, 500 g rote Möhren, 4 große Kartoffeln und 2 weitere Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Eine Stange Porree gründlich waschen und in feine Ringe schneiden.

Das geschnittene Gemüse in den heißen Fleischsud geben und etwa 20 Minuten leicht köcheln lassen, bis es bissfest gegart ist. In der Zwischenzeit 375 g Bratwurst in kleine Stücke schneiden oder zu kleinen Bällchen formen. Alternativ kann die Wurst auch aus der Pelle gedrückt und zerkrümelt werden.

Nun die Bratwurst zusammen mit den vorgekochten Bohnen in die Suppe geben. Mit Pfeffer, Salz, etwas Liebstöckel und – wer mag – frischer Petersilie abschmecken. Alles noch einmal aufkochen lassen und dann bei schwacher Hitze mindestens eine Stunde ziehen lassen, damit sich die Aromen voll entfalten können. Falls nötig, später noch einmal erwärmen.

Tipp zum Servieren:
Geben Sie in jeden Suppenteller einen Esslöffel milden Essig, bevor Sie die heiße Suppe darüber schöpfen – das sorgt für eine feine Frische und rundet den Geschmack wunderbar ab. (cs)

Foto: Çiğdem Onur/Pixabay