Aachen erlebte am Montagabend eine Sommernacht, die in die Geschichte der Kurpark Classix eingehen dürfte. Kein Orchester, keine Oper, sondern pure elektronische Glücksgefühle: Lost Frequencies, alias Félix De Laet, brachte mit seinen House-Beats, poppigen Klangfarben und hypnotischen Grooves den Kurpark zum Beben – und das vor ausverkaufter Kulisse.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler
Kunst & Kultur – Schon beim ersten Drop war klar: Diese Nacht würde kein Konzert im klassischen Sinn, sondern eine euphorische, internationale Party mitten im Herzen von Aachen. Besucher*innen jeden Alters tanzten ausgelassen zwischen Bäumen und Lichterketten, während De Laet seine Setlist wie eine kunstvolle Welle aus Melodie und Energie auf die Menge losließ. Mal sanft treibend, dann wieder mit wuchtigem Beat, zog er das Publikum unweigerlich in seinen Bann.

Als die ersten Akkorde von „Are You With Me“ erklangen, schwappte ein kollektives „Ja!“ durch den Park – ein Gänsehautmoment, der selbst weit über den Rosenpavillon hinaus hörbar gewesen sein dürfte. Später, bei „Where Are You Now“, sangen tausende Kehlen im Chor mit, als wäre der Kurpark selbst zur Bühne geworden. Felix de Laet dirigierte dieses Meer aus Stimmen mit stoischer Gelassenheit und einem Lächeln, das zeigte: Auch nach Coachella, Rock in Rio und Lollapalooza sind intime Sommernächte wie diese für ihn pure Magie.
Die Kulisse tat ihr Übriges: Spätsommerluft, rhythmisch pulsierende Lichter und ein Publikum, das keine Sekunde stillstehen wollte. „We are with him!“ – was der Veranstalter Christian Mourad im Vorfeld versprochen hatte, wurde Realität: Ganz Aachen war mit ihm, tanzte mit ihm, feierte mit ihm. So verwandelte Lost Frequencies die Kurpark Classix in einen Ort, an dem sich Weltkarriere und lokaler Zauber für ein paar Stunden trafen. (sk)





