Diese Gladbacher fahren zur WM: Was ist für ihre Nationen drin?

Bis zur Weltmeisterschaft 2022 in Qatar sind es nur noch wenige Monate. Die Teams stehen bereits fest, die Kader sind jedoch noch nicht vollständig bekannt. Bei der Weltmeisterschaft sind zahlreiche Weltstars vertreten. Auch einige Spieler von Borussia Mönchengladbach haben bereits ihr fixes WM-Ticket.

Sport – Andere wiederum zittern noch, ob sie schlussendlich zum Kader gehören werden oder nicht. Denn die Weltmeisterschaft ist für viele Fußballer das größte Highlight ihrer Karriere. Und auch die Fans des Sports fiebern diesem besonderen Ereignis besonders entgegen. Public Viewing, Wetten auf die heimische Mannschaft und das Nutzen eines Sportwetten Bonus sowie das Zittern vor dem Fernseher gehören dabei stets mit dazu.

Die Top-Stars der Gladbacher nicht mit dabei

Mit Kouadio Koné, Marcus Thuram und Alassane Plea stehen gleich drei der besten Spieler von Borussia Mönchengladbach nicht im Kader der Fußball-Weltmeisterschaft, obwohl sich Frankreich als aktueller Weltmeister für die WM 2022 in Qatar ohne Probleme qualifizieren konnte. Das liegt daran, dass Frankreich aktuell von einem Star-Problem geplagt ist. Denn zahlreiche Spieler, die bei anderen WM-Teilnehmern ohne Diskussion in der Startelf stehen würden, schaffen es beim französischen Nationalteam nicht einmal in den Kader.

Weltstars wie Mbappé, Dembele oder auch Kimpembe machen es anderen Spielern schwer. Noch dazu drängen sich Talente wie Camavinga und Tchouameni dem Kader auf. Für die wichtigen Spieler aus dem Kader in Gladbach heißt es bei der WM 2022 in Qatar wohl, dass sie diese, genau wie die meisten Fußballfans auch, über den TV verfolgen müssen. Kouadio Koné könnte aber zumindest in den nächsten Jahren ein fixer Bestandteil des französischen Nationalteams werden, wenn er seine Leistung im Borussia Park weiter steigern kann.

Foto: Jannes Glas/Unsplash

Florian Neuhaus fehlt verletzungsbedingt

Auch wenig rosig sieht es für den wertvollsten deutschen Spieler von Gladbach, nämlich Florian Neuhaus aus. Dieser hat ähnlich wie seine französischen Teamkollegen damit zu kämpfen, dass seine Position im zentralen Mittelfeld beim DFB eigentlich fix an die ganz großen Stars vergeben ist.

Dennoch war eine Teilnahme möglich, da Neuhaus mehr als nur ein gutes Backup ist. Doch im Spiel gegen Freiburg folgte dann die bittere Ernüchterung. Der Mittelfeldspieler musste verletzt vom Feld, der Verein ahnte bereits einen Kreuzbandriss. Nach genauerer Untersuchung stellte sich dann heraus, dass es sich nur um eine Teilruptur des hinteren Kreuzbandes handelt. Weniger dramatisch, die WM ist jedoch trotzdem gelaufen.

Nico Elvedi tritt mit der Schweiz an

Ein Spieler, der ganz sicher mit von der Partie sein wird, ist Gladbachs Verteidiger Nico Elvedi. Dieser ist ein wichtiger Spieler für die Schweizer Nationalmannschaft und dürfte sein WM-Ticket so gut wie sicher haben. Gemeinsam mit seinem Landsmann Manuel Akanji, der ja bis vor Kurzem auch noch in der Bundesliga tätig war, sollen gefährliche Angriffe entschärft werden.

Die Schweiz trifft in Gruppe G zwar auf eines der namhaftesten Nationalteams des Fußballs, ein Weiterkommen ist aber durchaus denkbar. Denn neben Brasilien werden Nico Elvedi und seine Teamkollegen auf den Kamerun und Serbien treffen. Mit beiden Mannschaften ist die Schweiz absolut ebenbürtig und möglicherweise sogar Favorit.

Eine solide Leistung könnte dafür sorgen, dass Nico Elvedi die Gruppenphase gemeinsam mit seinen Kollegen übersteht und somit in die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft einziehen könnte.

Auch Yann Sommer vertritt die Schweizer

Noch unumstrittener in der Schweizer Nationalmannschaft als Nico Elvedi ist Yann Sommer. Der Stammtorhüter soll den Kasten während der Weltmeisterschaft in Qatar sauber halten. Für den 33-Jährigen wird es mit ziemlicher Sicherheit die letzte Teilnahme bei einer Fußball-WM sein. Da diese nur alle vier Jahre stattfindet, wird Sommer seinen letzten großen Auftritt natürlich ganz besonders genießen und alles daran setzten, um möglichst weit mit seiner Mannschaft voranzuschreiten.

Hofmann und Weigl als DFB-Kandidaten

Vor allem Jonas Hofmann hat besonders gute Chancen auf einen Kaderplatz bei der WM 2022 in Qatar. Der Außenverteidiger hat unter Flick durchaus spannende Leistungen gezeigt und gilt als einer der großen Profiteure vom Trainerwechsel. Doch auch Julian Weigl, der als Leihspieler von Benfica Lissabon zu Gladbach kam, hat Chancen auf einen Kaderplatz.

Ko Itakura ein Wackelkandidat bei Japan

Ähnlich wie Florian Neuhaus erging es auch Ko Itakura, der sich bei einem Pflichtspiel der Gladbacher schwer verletzt hat. Doch sein Reha-Plan schreitet entsprechend voran und der japanische Nationaltrainer hat bereits geäußert, dass Ko Itakura fix bei der WM in Qatar dabei sein wird und somit auch auf die deutsche Nationalmannschaft treffen soll. Natürlich ist bei Verletzungen immer ein Restrisiko da, weswegen Ko Itakura nach wie vor als Wackelkandidat für eine WM-Teilnahme gelten kann.

Wer ist beim DFB fix dabei?

Während Hofmann und Weigl noch keinen fixen Startplatz haben und Neuhaus verletzt ausfällt, gibt es bereits einige Kandidaten, die bei der deutschen Nationalmannschaft einen fixen Platz im Team haben. Neben Torwart-Legende Manuel Neuer sind dies unter anderem auch Stoßstürmer Timo Werner und sechs Bayern-Spieler im Mittelfeld. Dennoch sind längst nicht alle Kaderplätze fix vergeben.

So hoffen noch zahlreiche Spieler aus der Bundesliga als auch international spielende Deutsche auf einen Einsatz. Denn mit Hansi Flick bekamen nicht nur neue Spieler eine Chance auf einen Kaderplatz. Das blamable Ausscheiden bei der WM 2018 in Russland hat auch einige fixe Kandidaten ordentlich wackeln lassen.

Ramy Bensebaini nur knapp gescheitert

Kein Teil der Weltmeisterschaft 2022 in Qatar wird Ramy Bensebaini sein. Der Algerier ist nämlich mit seiner Mannschaft nur knapp an der Endrunde vorbeigeschrammt. Während man die Gruppenphase der Qualifikation problemlos auf Rang 1 beenden konnte, scheiterten Bensebaini und seine Kollegen schlussendlich im Play-off-Spiel gegen Kamerun.

Wann startet die Weltmeisterschaft?

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar wird die erste sein, die in den Wintermonaten ausgetragen wird. Zudem kommt es zu einer weiteren Premiere, da eine Fußball-WM zuvor noch nie im Nahen Osten ausgetragen wurde. Der offizielle Start war eigentlich für den 21. November 2022 geplant. Auf Drängen des Gastgeberlandes Qatar wird der offizielle Start nun schon am Sonntag, 20. November 2022 stattfinden.

Dies liegt daran, dass Qatar den Eröffnungstag selbst bestreiten möchte und kein anderes Spiel zuerst stattfinden soll. Begründet wurde dies damit, dass es zu einer besonders großen Eröffnungszeremonie kommen soll. Die Weltmeisterschaft beginnt also schon einen Tag früher als geplant, ist aber trotzdem die kürzeste WM seit 1978. Denn das Ende ist bereits für den 18. Dezember eingeplant, an dem das große Finale stattfindet und der Weltmeister 2022 gekürt wird. (opm)