Jahrzehnte voller Zuhause-Gefühl – VAB ehrt langjährige Mieterinnen und Mieter

Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, herzliche Begegnungen und bewegende Geschichten: Im evangelischen Gemeindesaal an der Königsallee herrschte am Dienstag eine besonders warme Atmosphäre. Die Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB) hatte zur traditionellen Ehrung ihrer treuesten Mieterinnen und Mieter eingeladen – und viele folgten dieser Einladung mit Freude.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Leo Dillikrath

Viersen – Bereits seit vielen Jahren gehört die Veranstaltung fest in den Kalender der städtischen Wohnungsgesellschaft. Sie ist ein Dankeschön an jene Menschen, die seit mehr als 25 Jahren in den Häusern der VAB wohnen und damit ein Stück gelebte Nachbarschaftsgeschichte schreiben. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel Heimatgefühl in unseren Wohnanlagen steckt“, betonte VAB-Vorstandsmitglied Albert Becker gleich zu Beginn.

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Durch das Programm führte wie gewohnt mit Charme und Humor Frank Schiffers, der die Geehrten mit persönlichen Worten und kleinen Anekdoten willkommen hieß. Besonders groß war der Applaus, als Mieterinnen und Mieter für 35, 40 und sogar mehr als 50 Jahre Miettreue ausgezeichnet wurden. Insgesamt sechs Jubilare nahmen Urkunden, Dankesbriefe und Blumen entgegen – nicht selten mit einem Lächeln und den Worten: „Ich wohne gerne hier – und das soll auch so bleiben.“

Dass Wohnen mehr bedeutet als nur ein Dach über dem Kopf, wurde in den Erzählungen der Mieter schnell deutlich. Da war die Rede von nachbarschaftlichen Grillfesten, von Kindern, die aufgewachsen sind und inzwischen selbst Familie haben, und von der Verlässlichkeit, die das Leben in VAB-Wohnungen für viele bedeutet.

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Neben den Ehrungen blickte die VAB auch nach vorn. Mit Christian Frank stellte sich der neue Vorstand der Gesellschaft vor. Der Gevelsberger bringt langjährige Erfahrung aus dem genossenschaftlichen Wohnungsbau mit und machte gleich deutlich, worauf es ihm ankommt: „Wohnen ist ein Stück Lebensqualität. Ich möchte nahe bei den Menschen sein und dafür sorgen, dass unsere Mieter sich rundum wohlfühlen.“

Frank tritt damit die Nachfolge von Albert Becker an, der nach 21 Jahren an der Spitze der VAB zum Jahresende in den Ruhestand geht. Becker prägte das Unternehmen über zwei Jahrzehnte hinweg als verlässlichen Partner für die Bürgerinnen und Bürger in Viersen. Mit herzlichem Applaus wurde er verabschiedet. In seinen Abschiedsworten hob er die Bedeutung der Jubilare hervor: „Sie sind die stabilisierenden Säulen unserer Wohnanlagen. Wo Menschen über viele Jahre bleiben, entsteht Gemeinschaft und Miteinander – ein unschätzbarer Wert.“ Der Nachmittag endete, wie er begonnen hatte: mit Gesprächen bei Kaffee und Kuchen, einem regen Austausch an den Tischen und dem Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath