Mit Mundschutz am Steuer kann teuer werden

Immer wieder fallen Autofahrer auf, die am Steuer einen Mundschutz tragen. Doch das kollidiert mit der Straßenverkehrsordnung und Sicherheit, weshalb vermehrt Bußgelder an Mundschutzträger vergeben wurden, die die Maske beim Fahren nicht absetzten und zusätzlich Augen und Stirn bedeckten.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Corona/Gesetz – Die Maske „mal eben“ anlassen, zumindest wenn es nach der steigenden Zahl an Autofahrern geht, die sich mit einem verhüllten Gesicht in den vergangenen Tagen in einer Polizeikontrolle wiederfanden. 60 Euro kostet die Vermummung, wenn zusätzlich Augen und Stirn bedeckt sind, denn der Paragraf 23 (Artikel 4) der Straßenverkehrsordnung kennt auch während der Corona-Krise hier keine Ausnahme bei „normalen“ Fahrern – außer es liegen vorgeschriebene, besondere Hygiene- oder Sicherheitsmaßnahmen vor (§ 21a Absatz 2 Satz 1).
So führt dieser klar aus: „Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist.“

Dies gilt übrigens nicht nur für Masken, auch Gesichtsbemalung oder Tücher in Verbindung z. B. mit Sonnenbrille und Kappe – das Gesicht muss erkennbar bleiben. Wer Pech hat, dem fehlen später nicht nur 60 Euro, er könnte sogar noch etwas dazu bekommen. Wer beim Maskentragen geblitzt wird, dem kann die Straßenverkehrsbehörde als Fahrzeughalter das Führen eines Fahrtenbuches auferlegen. (dt)


📌Wer allein unterwegs ist, braucht keine Maske, denn sie schützt immer die anderen.

📌Es gibt keine Maskentragepflicht im Auto, sondern eine Erlaubnis unter bestimmten Bedingungen.

📌Wenn Mund und Nase bedeckt sind, müssen Stirn und Augen frei sein.

📌Keine Sonnenbrille.

📌Keine Kopfbedeckung.

📌Kleiner Tipp: Die Zorro-Maske oder der Stormtrooper-Helm aus dem Karnevalsbedarf sind NICHT geeignet. Sie machen auch die Augen unkenntlich.

Diese Möglichkeit während der Corona-Pandemie wurde vor allem für diejenigen geschaffen, die mit Menschen aus einer Risikogruppe unterwegs sind, außerdem für Taxifahrerinnen und Taxifahrer.

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