Hackerangriffe, Erpressung, Desinformation: Die Bedrohungen im digitalen Raum nehmen für Unternehmen stetig zu. Cyberattacken, etwa mit „Ransomware“ als erpresserische Schadsoftware, sorgen für erhebliche wirtschaftliche Schäden und bedrohen Arbeitsplätze – auch in Nordrhein-Westfalen.
Magazin – Die Landesregierung unterstützt Unternehmen mit niedrigschwelligen Angeboten und konkreter Hilfe dabei, ihre digitale Resilienz zu stärken und im Ernstfall schnell und richtig zu reagieren. Beim 9. Spitzengespräch „Cybersicherheit in der Wirtschaft NRW“ mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Kammern, Verbänden und weiteren Partnern stellten Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Innenminister Herbert Reul und Medienminister Nathanael Liminski aktuelle Initiativen vor:
- Die „Modellregion Cybersicherheit Bergisches Land“ soll zur Vorbildregion für digitale Sicherheit in Nordrhein-Westfalen werden – das Land unterstützt das Vorhaben mit mehr als 500.000 Euro.
- Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum DIGITAL.SICHER.NRW und der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC NRW) sowie weiteren Partnernetzwerken entwickelt das Land derzeit eine praxisnahe Anti-Ransomware-Initiative. Diese soll Unternehmen konkrete Orientierung für die Prävention und den Umgang mit Cybererpressung im Ernstfall bieten.
- Praxisnahes Bildungsformat: In Umsetzung des Aktionsplans gegen Desinformation lässt die Landesregierung ein Bildungsformat für kleine und mittlere Unternehmen entwickeln. Das Angebot soll Unternehmen helfen, Mitarbeitende gegen Desinformation – mit deren Bedeutung für Cybersicherheit – zu schulen.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Ein Cyberangriff kann einen Betrieb innerhalb von Stunden lahmlegen. Deshalb handeln wir: mit Soforthilfe im Ernstfall, gezielter Förderung und der Modellregion Bergisches Land als Vorbild für ganz NRW. Wer seine Daten und Systeme umfassend schützt, investiert in Resilienz, Zukunftsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze.“
Innenminister Herbert Reul: „Kriege und Konflikte werden heute längst nicht mehr nur mit Panzern und Raketen geführt, sondern auch mit der Tastatur. Angriffe auf unsere digitale Infrastruktur sind immer auch Angriffe auf unsere demokratische Ordnung. Denn wer unsere Wirtschaft attackiert, greift damit das Fundament unseres gemeinsamen demokratischen Zusammenlebens an. Cybersicherheit ist daher weit mehr als eine IT-Frage. Sie ist eine Daueraufgabe, der sich unsere Sicherheitsbehörden entschlossen und mit Nachdruck widmen.“
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski: „Desinformation ist ein gezielter Angriff auf die Demokratie und gefährdet gesellschaftliche wie wirtschaftliche Strukturen. Mit der Entwicklung eines praxisnahen Bildungsformates für Beschäftigte unterstützt die Landesregierung gezielt kleine und mittlere Unternehmen gegen Cyberangriffe und Desinformation, weil hier rund die Hälfte der Menschen in Nordrhein-Westfalen arbeitet. Auch gut geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind damit Standortfaktor.“
Mit dem 9. Spitzengespräch „Cybersicherheit in der Wirtschaft NRW“ setzt die Landesregierung den ressortübergreifenden Dialog mit Wirtschaft, Kammern, Verbänden und weiteren Partnern fort. Ziel ist es, die Cybersicherheit in Nordrhein-Westfalen umfassend zu stärken und Unternehmen bei der sicheren Nutzung digitaler Technologien zu unterstützen.
Weitere Informationen zu den Initiativen und Projekten sind hier abrufbar:
https://www.digital-sicher.nrw/infomaterial/initiative-wirtschaftdigitalsicher-nrw
https://tuer-zu-im-netz.nrw/ (opm)



