Hohe Ehrungen prägten den Diözesankönigsabend des Bezirksverbands Viersen-Mitte

Mit einem Wortgottesdienst in St. Marien und einem anschließenden Beisammensein im Pfarrheim hat der Bezirksverband Viersen-Mitte am Samstagabend seinen diesjährigen Diözesankönigsabend begangen. Vertreter zahlreicher Bruderschaften und Königshäuser aus der Region nahmen teil; getragen von Tradition und kirchlicher Verbundenheit.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz und Martin Häming

Viersen-Hamm – Der diesjährige Diözesankönigsabend des Bezirksverbands Viersen-Mitte zog zahlreiche Vertreter der regionalen Bruderschaften sowie Königshäuser am vergangenen Samstag nach Viersen-Hamm. Der feierliche Auftakt in der Pfarrkirche, der auf Wunsch des Diözesankönigs von Hans-Willi Pergens gestaltet wurde, war zugleich ein Moment besonderer Würdigung. Hierbei wurde das Anno-Santo-Kreuz 2025 durch den stellvertretenden Bundesschützenmeister Wolfgang Genenger sowie den Diözesanbundesmeister Kurt Bongard an jene acht Bruderschaften übergeben, die sich vom 19. bis zum 26. Oktober 2025 gemeinsam auf den Weg nach Rom gemacht hatten. Das Kreuz selbst, im Rahmen einer Generalaudienz durch den Heiligen Vater gesegnet, gilt als sichtbares Zeichen dieser gemeinsamen Erfahrung und der Verwurzelung im Glauben.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Geehrt wurden die Schützenbruderschaft vom Heiligsten Sakrament des Altares Hückelhoven e.V., die St. Brigitta Schützenbruderschaft Blonderath-Ryth-Silverbeek-Vabrook, die St. Georg Schützenbruderschaft Schellerbaum 1779 e.V., die St. Pankratius Bruderschaft Amern St. Anton, die St. Hubertus Bruderschaft Oberbeberich, die St. Remigius Bruderschaft 1663 e.V. Viersen-Unterbeberich, die St. Petri Schützenbruderschaft von 1753 Viersen-Hoser e.V. sowie die St. Konrad Schützengilde Grenzweg e.V. Mit der Übergabe des Kreuzes wurde ihr gemeinsamer Weg nach Rom noch einmal sichtbar gemacht und in den kirchlichen Zusammenhang gestellt.

Im Anschluss verlagerte sich das Geschehen in das benachbarte Pfarrheim. Dort begrüßte das amtierende Diözesankönigspaar Julian Hardt und Lina Frings die Gäste. Es wurde gesprochen, gratuliert und ausgetauscht; viele der Anwesenden nutzten den Abend, um Kontakte innerhalb der Bruderschaftsarbeit zu pflegen und die Verbundenheit über einzelne Vereine hinaus zu betonen. Schließlich ist der Diözesankönigsabend für den Bezirksverband nicht nur ein gesellschaftlicher Termin, sondern auch ein Ausdruck des Selbstverständnisses der Schützenbewegung in der Region. Die Pflege von Glauben, Brauchtum und Gemeinschaft bildet dabei den Rahmen, in dem sich die Bruderschaften seit Jahren begegnen. Dass dieser Gedanke auch an diesem Abend im Vordergrund stand, zeigte sich nicht zuletzt an der großen Beteiligung aus den verschiedenen Orten und Vereinen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Einen weiteren Schwerpunkt setzte die Veranstaltung mit einer karitativen Bitte des Diözesankönigspaares. Für das Bodelschwingh Hospiz Haus Franz wurde um Spenden gebeten. Viele Gäste kamen diesem Aufruf nach und unterstützten die Einrichtung mit Beträgen, die der Hospizarbeit zugutekommen sollen. Der Bezirksverband Viersen-Mitte zog nach dem Abend eine zufriedene Bilanz und dankte allen Beteiligten für die Mitwirkung an einem Zusammenkommen, welches von großer Resonanz und der Vorfreude auf die kommenden Schützen- und Heimatfeste geprägt war. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming