Die Narrenmühle wird zur Leinwand: Wenn sich am 15. Mai Kunst an ihren Flügeln entfaltet, startet Dülken in eines der außergewöhnlichsten Kulturprojekte des Jahres.
Viersen-Dülken – Der Niederrhein steht im kommenden Frühjahr ganz im Zeichen eines außergewöhnlichen Kunstereignisses: Mit seiner „Niederrheintour 2026“ feiert der international bekannte Künstler Thomas Baumgärtel, besser bekannt als der „Bananensprayer“, das 40-jährige Jubiläum seiner ikonischen Spraybanane. Unter dem Motto „Freiheit für die Kunst“ entsteht zwischen Mai und Juli eine weit verzweigte Ausstellungslandschaft mit 40 Stationen in der gesamten Region.
Eine dieser Stationen rückt nun Dülken in den Fokus – mit einem besonderen Blick auf die Narrenmühle und die Galerie Blaubeermuffinbaum. Am Freitag, 15. Mai 2026, wird der Standort offiziell eröffnet. Auftakt ist um 17 Uhr an der Narrenmühle am Ernst-Hellmund-Platz, wo vier eigens installierte Kunstobjekte an den Mühlenflügeln präsentiert werden. Die Arbeiten verbleiben dort bis Ende September und verbinden auf eindrucksvolle Weise historische Architektur mit zeitgenössischer Kunst.
Der Künstler selbst wird zur Eröffnung erwartet. Im Anschluss sind Besucher zu einem gemeinsamen Spaziergang durch den historischen Ortskern eingeladen, der zur Galerie Blaubeermuffinbaum am Hühnermarkt führt. Dort beginnt um 18 Uhr die Vernissage, bei der eine weitere Werkgruppe – diesmal in Form von Schilderarbeiten – gezeigt wird.
Die Dülkener Station steht exemplarisch für das Konzept der Niederrheintour: Jeder Ausstellungsort beleuchtet eine eigene Facette von Baumgärtels Schaffen. Bekannt wurde der Künstler durch seine Spraybanane, die seit 1986 weltweit Museen, Galerien und Kunstorte als eine Art Qualitätssiegel markiert. Doch hinter dem Symbol verbirgt sich ein umfangreiches Werk, das von Malerei und Grafik über Installationen bis hin zu politischer Kunst und Street Art reicht.
Insgesamt beteiligen sich 40 Museen, Galerien und Kulturorte an dem Großprojekt. Gemeinsam zeichnen sie ein vielschichtiges Bild eines Künstlers, der sich seit vier Jahrzehnten für künstlerische Freiheit und gesellschaftliche Offenheit einsetzt. Die Niederrheintour ist dabei nicht nur eine Werkschau, sondern auch eine Hommage an die Region selbst – und eine Einladung, den Niederrhein neu zu entdecken. (sk)




