„Platz der Kinderrechte“ in Viersen eingeweiht

Mit einem vielfältigen Programm und einem starken Miteinander wurde am Samstag neben der Viersener Stadtbibliothek der vom Viersener Kinderschutzbund initiierte „Platz der Kinderrechte“ eröffnet.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Ein gemeinsames Ziel ging der Einweihung am Samstagvormittag voraus, denn alle Beteiligten stellten die Schwächsten der Gesellschaft, die Kinder in den Mittelpunkt. Mit dem „Platz der Kinderrechte“ wurde nicht nur ein Ort für Informationen und Begegnung von Kindern und Jugendlichen geschaffen, er soll zudem die Möglichkeit bieten Kitas, Schulen und andere Einrichtungen spielerisch über die wichtigsten Kinderrechte zu informieren.

Hierzu wurde eine blaue Informationsstele mit zehn Acryltafeln aufgestellt, die von dem KSB-Mitglied Margret Mackes entworfen und von der Mediengestalterin Verena Potthast umgesetzt wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Der „Platz der Kinderrechte“ begleitet das 30-jährige Jubiläum des Viersener Kinderschutzbundes als Initiator des neuen Angebotes in direkter Nachbarschaft zur Viersener Stadtbibliothek.

Bisher 28 Kinderschutzvereine und Städte hatten bisher einen Platz oder eine Straße der Kinderrechte geschaffen mit der eindringlichen Forderung die Kinderrechte in das deutsche Grundgesetz aufzunehmen. Bereits seit 1989 sind diese in der Kinderrechtskonvention festgeschrieben, die von der UN-Generalversammlung verabschiedet und weltweit in Kraft gesetzt wurden.

Als Redner war ebenfalls KSB-Bundesverband Präsident Heinz Hilgers angereist. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ursprünglich sollte der Platz in Viersen bereits umgesetzt sein, doch die Corona-Pandemie hatte die Planungen stocken lassen. Umso mehr freute sich der Kinderschutzbund mit dem Projektleiter Arbeitskreis Kinderrechte, Bernd Bodenbenner, dass nun der lang gehegte Wunsch umgesetzt werden konnte. Allerdings macht nicht nur die Stele den neuen Platz aus, ein auf kindgerechter Höhe angesetzter blauer Briefkasten steht an der Rasenfläche nun für die Nöte, Sorgen und Wünsche der Kinder bereit, die dann an die jeweils zuständigen Stellen weitergeleitet werden – ebenso soll der „Platz der Kinderrechte“ als zentraler Veranstaltungsplatz des jährlich stattfindenden Weltkindertages genutzt werden.

Möglich wurde die Stele zudem durch Spenden, wie dem FKV. „Unser Dank gilt allen Spendern, die mit ihrer Spende geholfen haben, diese Stele zu ermöglichen“, so der Kinderschutzbund Viersen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Unter den Klängen des Viersener Tambour Corps 1925 e.V. und den gekonnten Darstellungen der Fahnenschwenk-Gemeinschaft Krefelder Straße & Unterbeberich Viersen wurde der Festakt eröffnet, an dem zudem das Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium mit einer Hip-Hop-Vorführung, das Kinder- und Jugendzentrum Josefshaus und der Chor der Körnerschule teilnahmen.

Neben dem Höhepunkt der feierlichen Enthüllung der Stele war der Tag aber auch für Teilnehmerin Helena eine besondere Überraschung. Schließlich gab sie dem kleinen Hund, der die Kinderrechte auf den Informationstafeln begleitet den passenden Namen. „Flecki“ wird nun ab sofort die Kinderrechte in Viersen bekannter machen als deutliches Zeichen – „Kinder haben Rechte, Kinder sind uns wichtig!“. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming