Prinzenpaarstele enthüllt

Seit 1985 wird die Prinzenpaarstele am ersten Sonntag im Januar durch das amtierende Prinzenpaar enthüllt.
Bericht von RS-Redakteurin Marlene Katz

Da steht unser Name für die Ewigkeit

Mönchengladbach – Bevor dies geschieht, treffen sich die Prinzenpaare sowie der MKV-Vorstand im Alten Zeughaus. Der Vorsitzende Dietmar Wirt hatte vor der eigentlichen Begrüßung mit den Prinzenpaaren einen Rundgang durch das alte Gemäuer gemacht, um ihnen einmal die karnevalistischen Schätze, die in dem alten Haus lagern, zu zeigen.

Prinz Stefan und Prinzessin Niersia Bianca waren begeistert, so ein kleines Stück Heimat für den Karneval hier zu finden. Auch wollen die Beiden sich dafür einsetzen, dass noch einige Vereine ihre Wappen am Geländer der Galerie anbringen.

Für das Kinderprinzenpaar Marlon und Lea war es eine Ehre, im Alten Zeughaus an der Wand zu hängen und dass es die Kinderprinzenpaarstele gibt.

Gert Kartheuser, der Vorsitzende des MKV, sah es als ein Zeichen der Wertschätzung an, dass alle hier sein durften und lobte die Arbeit der Mitglieder, die alles ehrenamtlich für den Erhalt des Karnevalsmuseums machen.

Wie kann es auch anders sein. Es wurden natürlich auch Orden an verdiente Mitglieder des Alten Zeughauses verliehen und zwar erhielten Marlies Taschen-Brüggen und Ralf Müllenbeck jeweils den Prinzen- und den Kinderprinzenorden. Der MKV-Orden wurde an Reiner Missy und Josef Zender verliehen.

Unter den Klängen der Musikkameraden und des Reitercorps Speick zogen dann die Prinzenpaare in Begleitung vieler Karnevalsvereine zur noch verhüllten Stele.

Nun begrüßte Wirt ganz offiziell die Prinzenpaare, den MKV-Vorstand und den Ehrenvorsitzenden des MKV, Bernd Gothe, der just in dem Moment, pünktlich um 11.11 Uhr, mit seinem Wagen vorfuhr.

Kunstschmiedemeister Franz Köster †

Weiter nahm er Bezug auf die Stele, denn diese wurde 1985 anlässlich des 11-jährigen Bestehens des Vereins Altes Zeughaus vor diesem errichtet, um die Namen der jeweils amtierenden Prinzenpaare der Stadt aufzunehmen und um an sie zu erinnern. Die Idee und die Planung hierzu stammten von den verstorbenen Zeughausmitgliedern, dem Architekten Eberhard Corzilius und dem Kunstschmiedemeister Franz Köster. Die Schmiedearbeiten übernahm Franz Köster mit Unterstützung von Sponsoren in seiner Kunstschmiede-Werkstatt.

Die Stele ist mittlerweile in die Jahre gekommen, Patina zeigt sich auf den Platten und teilweise verblassen nicht nur die Namensgravuren, sondern auch die geschwärzte Oberfläche. Eine Restauration wäre dringend notwendig. Aber es ist auch kein weiterer Platz für die Aufnahme der Namen folgender Prinzenpaare mehr vorhanden.

Nach diesen Worten sah Wirt in Richtung Bernd Gothe, der diesen Wink auch verstanden hatte und dieser erklärte sich sofort bereit, die alte Säule zu restaurieren und für die neue Säule habe er schon etwas im Hinterkopf, was er aber gerne vorher mit dem Vorstand des Alten Zeughauses besprechen möchte.

Hans Brüggen, der 2. Vorsitzende des Alten Zeughauses, war unendlich froh wieder einmal an der Stele stehen zu können, denn leider musste es zwei Mal wegen Corona vertagt werden.

2021 sollte dann alles besser werden, ein tolles Prinzenpaar stand bereit und sie freuten sich schon. Doch dann kam wieder eine Absage kurz vor der Proklamation.

Endlich war es dann im November 2022 soweit, die lange Wartezeit hatte ein Ende und Stefan und Bianca wurden proklamiert und alle freuen sich auf die kommende Session.

Unser voriges Prinzen-Paar Axel und Thorsten war toll und was sie machten war schön, doch jetzt bekommen wir wieder eine Prinzessin im Kleid neben dem Prinzen zu sehen.

Dann bat Brüggen das Prinzenpaar das Namensschild zu enthüllen. Damit wurde der Wunsch des Prinzenpaares erfüllt, denn jetzt steht dort ihr Name für eine Ewigkeit und in Erinnerung an eine tolle Prinzenpaar-Zeit.

Seine Rede endete mit den Worten: losse mir fiere, losse mir lustig sinn, drinke ene mit Water, Wien oder Bier, föll Spass an de Freud wönsche wir euch alle vom Zeughaus hier.

Nach diesen Worten schritt man zur Tat und die Säule wurde enthüllt. Zu seiner Gravur äußerte Prinz Stefan sich so, dass sein Name sehr lang wäre, aber man habe es hinbekommen.

Damit endete das jährlich wiederkommende Ereignis und man traf sich anschließend noch kurz im Alten Zeughaus, um sich wieder einmal mit alten Bekannten austauschen zu können.