Seit 75 Jahren produziert Junkers & Müllers in Mönchengladbach als einer der führenden Anbieter der Branche innenliegenden Sonnenschutz. Jedoch bietet die Produktpalette noch so einiges mehr. Dr. Christian Junkers leitet in dritter Generation die Geschicke des Familienunternehmens. Grund genug für eine Delegation der hiesigen FDP, ihn am heimischen Standort zu besuchen.
Mönchengladbach – Das Entree des Unternehmens zeigt bereits einige Stoffe für den innenliegenden Sonnenschutz, plissiert oder glatt, mit zarten Dessins, einfarbig oder kräftigen Mustern. Auch die Jüngsten kommen mit kindgerechten Drucken nicht zu kurz. Man ahnt, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das zeigen auch die zahlreichen Musterbücher mit umfangreichen Farb- und Produktpaletten. „Unsere Absatzmärkte finden wir in Europa, Brasilien und in den USA“, informiert Dr. Junkers seine Gäste. Standorte in Atlanta und Bangkok sorgen für eine schnelle Versorgung der Abnehmer.
Auf die Frage vom kommissarischen Kreisvorsitzenden Patrick Lademann, ob er die Produktion ins Ausland verlegen würde, stellt Dr. Junkers klar: „Wir sind Mönchengladbacher. Unsere Produktion bleibt in Deutschland.“ Allerdings sieht auch er wie die meisten Unternehmer hierzulande die ausufernde Demokratie, zu lange Genehmigungsverfahren, die steigenden Kosten für Energie oder Lohnnebenkosten oder das Lieferkettengesetz als hinderlich an.
Stefan Wimmers, Vorsitzender des größten FDP-Ortsverbands Nord, interessiert, ob der Facharbeitermangel auch hier präsent ist. „Mit ca. 300 Mitarbeitern sind wir zwar gut aufgestellt, stellen aber weitere Ingenieure oder Ingenieurinnen für die Entwicklung ein. Hier arbeiten wir gut mit der Hochschule Niederrhein zusammen“, erklärt Dr. Junkers. „Von 10 Ausbildungsplätzen für Produktion, Lager, Labor und den kaufmännischen Bereich konnten wir schon sechs besetzen.“ Vom Facharbeitermangel ist hier keine Rede. Das lässt hoffen.
Seit einigen Jahren produziert Junkers & Müllers zusätzlich Gewebe für Spanndecken oder Wandverkleidungen. Diese sind schwer entflammbar, bleiben in der Form, d. h. sie verziehen sich auch nach Jahren nicht. Die Gewebe für Digitaldruck sind ein weiteres Standbein. Jeder kennt sie, textile Werbeflächen an Häusern, in Geschäften oder als Messeständen.
Beim Gang durch die Werkshallen erläutert Dr. Junkers u. a. verschiedene digitalgesteuerte Produktionsmaschinen, das hoch effektive Abluftsystem oder die Entsorgung durch eine Rohstoffpresse. „Unsere Textilien bestehen vermehrt aus einer Grundwaren aus mindestens 80 % recyceltem Material.“ Junkers & Müllers verzichtet in Produktion und Färberei gänzlich auf gesundheitsgefährdende Substanzen wie Formaldehyd, FCKW, Lösemittel, Blei-, Cadmium- und Quecksilberverbindungen. „Umweltauflagen machen Sinn“, antwortet der Inhaber auf diesbezügliche Fragen von Moritz Mittendorf, in der FDP für Feuerwehr und öffentliche Ordnung zuständig. Alle Produkte, die das Firmengelände verlassen, sind nach dem Oeko-Tex® Standard zertifiziert. Das zahlt sich aus.
Energieeffiziente Gebäude gewinnen seit Jahren auch im öffentlichen Bereich an Bedeutung. Die umfangreiche Produktpalette umfasst sowohl Rollo- als auch Fensterlamellen in verschiedenen Transparenzstufen oder auch blickdicht, „blackout“ im Fachjargon, z. B. für Hotelvorhänge. Alle Produkte sind schwer entflammbar und nach verschiedenen Brandschutznormen zertifiziert. Für den Einsatz der Materialien an großen Fensterflächen fertigt Junkers & Müllers bis zu 410 cm breite Gewebe.
„Unsere Textilien sind mehr als Gebrauchsgegenstände – sie sind ein Statement für Ästhetik, Funktionalität, Qualität und Nachhaltigkeit.” Junkers & Müllers – ein weltweit erfolgreiches Unternehmen für Sonnenschutz „Made in Germany“. (opm)





