Spanien und die Kanaren: immer eine Reise wert!

Die Sehnsucht nach Sonne, Meer und neuen Eindrücken lässt sich kaum besser stillen als auf den Kanarischen Inseln. Wer glaubt, die Kanaren bedeuteten nur Strand und Pool, unterschätzt das Potenzial der Inseln.

Service/Reisen – Ein Kanaren Urlaub bietet weit mehr als klassische Strandtage. Abseits der Touristenzentren warten kulturelle Schätze, kulinarische Entdeckungen und Naturerlebnisse, die jeden Aufenthalt unvergesslich machen.

Foto: Annika/Pixabay

Fünf unterschätzte Erlebnisse jenseits der Hotelanlage

Die Kanarischen Inseln bieten weit mehr als klassische Strandtage. Besonders lohnenswert sind Ausflüge zu weniger bekannten Sehenswürdigkeiten, die einen authentischen Eindruck von Kultur und Geschichte vermitteln. Ein Besuch beim legendären Drachenbaum auf Teneriffa führt beispielsweise zu einem der ältesten und beeindruckendsten Naturdenkmäler des gesamten Archipels.

Wer seinen Urlaub auf den Kanaren aktiv gestalten möchte, findet auf jeder Insel passende Möglichkeiten. Folgende Aktivitäten verdienen besondere Aufmerksamkeit:

  1. Wanderungen durch La Gomeras Lorbeerwälder mit uralten Baumriesen und mystischer Atmosphäre
  2. Sternbeobachtung auf La Palma, einem der besten Orte weltweit für Astronomie-Fans
  3. Weinverkostungen auf Lanzarote, wo Reben in vulkanischen Trichtern einzigartige Tropfen hervorbringen
  4. Tauchgänge vor El Hierro mit kristallklarem Wasser und artenreicher Unterwasserwelt
  5. Bootstouren entlang der Küste Gran Canarias mit Blick auf beeindruckende Felsklippen

Diese Erlebnisse zeigen, wie vielseitig die Inselgruppe tatsächlich ist. Statt den gesamten Aufenthalt am Pool zu verbringen, lohnen sich zwei bis drei Ausflüge in die Umgebung, um die Inselgruppe wirklich kennenzulernen.

Kulturelle Schätze auf Teneriffa entdecken

Teneriffa, die größte Kanareninsel, beeindruckt Besucher mit einem überraschend reichen kulturellen Erbe. Die historische Altstadt von La Laguna gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Koloniale Gebäude und kopfsteingepflasterte Gassen laden zu Spaziergängen ein. Koloniale Herrenhäuser mit typischen kanarischen Holzbalkonen prägen das Straßenbild, während gemütliche Cafés zum entspannten Verweilen einladen.

Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher nach Candelaria, wo die berühmte schwarze Madonna seit Jahrhunderten Pilger anzieht. Der Wallfahrtsort an der Ostküste verbindet religiöse Tradition mit entspannter Küstenatmosphäre. Große Bronzestatuen der Guanchen-Könige erinnern an die Ureinwohner der Inseln.

Kulinarische Entdeckungsreise durch die kanarische Küche

Die gastronomische Szene der Kanarischen Inseln verdient weitaus mehr Beachtung, als ihr üblicherweise geschenkt wird. Papas arrugadas con mojo, die berühmten Runzelkartoffeln mit würziger Mojo-Soße, gehören zu jedem authentischen Inselbesuch. Doch die kulinarische Vielfalt der Inseln reicht weit über dieses traditionelle Gericht hinaus.

In traditionellen Guachinches auf Teneriffa servieren Winzerfamilien hausgemachte Speisen zu eigenem Wein. Diese rustikalen Lokale öffnen oft nur wenige Monate im Jahr und bieten ein Geschmackserlebnis fernab touristischer Standardkost. Fangfrischer Fisch, gegrilltes Ziegenfleisch und lokaler Käse aus Gran Canaria runden das gastronomische Angebot ab. Wer Urlaub in Spanien plant und authentische Erfahrungen sucht, sollte Zeit für kulinarische Entdeckungen einplanen.

Praktische Tipps für einen gelungenen Inselaufenthalt

Die beste Reisezeit hängt maßgeblich von den individuellen Vorlieben und Wünschen der Reisenden ab. Die Sommermonate locken mit höheren Temperaturen und mehr Sonnenstunden. Frühling und Herbst mit ihrem milden Klima eignen sich besonders für Aktivurlauber. Die Temperaturen bewegen sich dann zwischen angenehmen 20 und 25 Grad, perfekt für Wanderungen und Erkundungstouren.

Für Naturliebhaber empfiehlt sich ein Mietwagen, um abgelegene Dörfer und versteckte Buchten zu erreichen. Das Straßennetz der Insel ist insgesamt gut ausgebaut und gepflegt. Die kurvenreichen und steilen Bergstraßen erfordern allerdings etwas Fahrerfahrung. Öffentliche Busse verbinden zwar die wichtigsten Orte, doch die wahre Schönheit der Inseln entdeckt man erst mit eigenem Fahrzeug.

Ländliche Fincas abseits der Touristenzentren lohnen sich. Solche Unterkünfte bieten oft authentischere Einblicke in das Inselleben und ermöglichen den Kontakt mit Einheimischen. Strände und Sehenswürdigkeiten liegen nur eine kurze Autofahrt entfernt.

Das richtige Gepäck für jede Aktivität

Die klimatischen Unterschiede zwischen den sonnigen Küstenregionen und dem kühleren Bergland erfordern durchdachtes Packen. Leichte Kleidung für sonnige Strandtage gehört ebenso ins Gepäck wie wärmere Schichten für Ausflüge in die kühleren Bergregionen. Im Teide-Nationalpark können die Temperaturen selbst im Sommer unter 10 Grad fallen. Warme Kleidung ist empfohlen.

Festes Schuhwerk ist unverzichtbar für alle, die Wanderwege erkunden möchten. Die vulkanische Landschaft bietet spektakuläre Wanderrouten, stellt jedoch auch besondere Anforderungen an die Ausrüstung der Besucher. Sonnenschutz, ausreichend Wasser und eine gute Kamera vervollständigen die Ausrüstung für unvergessliche Inselerlebnisse.

Auf den Nordseiten der Inseln regnet es aufgrund der Passatwinde häufiger als im Süden. Wer flexibel die Inselseite wechselt, sobald sich das Wetter auf einer Seite verschlechtert, findet auf den Kanarischen Inseln fast immer Sonne. Diese Vielseitigkeit macht die Kanaren ganzjährig reizvoll. (opm)