Beim diesjährigen Vogelschuss des Sappeur-Corps Viersen-Rahser im Jahr 2026 erlebten die Zuschauer ein besonders spannendes und zugleich familiär geprägtes Duell.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Martin Häming
Viersen-Rahser – Den Auftakt machte der amtierende Sappeurkönig Wolfgang Genenger, der den Ehrenschuss auf den Vogel abgab. Genenger, der bereits zum vierten Mal die Königswürde errungen hat, zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des Corps.

Im Anschluss traten zwei Anwärter an, um den Vogel von der Stange zu holen. Dabei kam es erneut zu einer bemerkenswerten Konstellation: Kevin Häming, Vertreter der dritten Generation einer prägenden Sappeur-Familie, trat gegen seinen Onkel Horst Fuß an. Familiäre Duelle dieser Art hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach für besondere Spannung gesorgt.
Die Familie Häming blickt auf eine außergewöhnliche Tradition im Corps zurück: Kevins Großvater, einer der Gründer der Sappeure, legte den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte. Auch sein Vater konnte den Königsvogel mehrfach erringen. Fritz Häming (Major) gelang dies fünfmal, Martin Häming (Fahnenoffizier) sogar sechsmal.
Auch die vierte Generation der Familie Häming steht bereits in den Startlöchern: Zwar wird es noch einige Zeit dauern, bis der Nachwuchs selbst am Vogelschuss teilnehmen darf, doch bei den Schützenfesten marschiert er schon jetzt stolz mit und führt damit die Tradition der Familie weiter.
Auch im Jahr 2026 setzte sich diese Erfolgsgeschichte fort: In einem packenden Wettkampf bewies Kevin Häming Treffsicherheit und Nervenstärke. Mit dem 156. Schuss holte er schließlich den Vogel von der Stange und sicherte sich die Königswürde. (mh)





