Die Ratsfraktionen von SPD und CDU wollen die städtischen Beteiligungen gezielt weiterentwickeln. Mit einem gemeinsamen Antrag sollen Zuständigkeiten klarer zugeschnitten, Abläufe verbessert und vorhandene Kompetenzen stärker genutzt werden.
Mönchengladbach – Im Mittelpunkt stehen die EWMG, die WFMG, die MGMG und die WohnBau. Ziel ist ein „Konzern Stadt“, der verlässlich zusammenarbeitet und Mönchengladbach in Wirtschaft, Stadtentwicklung, Marketing und Wohnungsbau wirksam voranbringt.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit von EWMG und WFMG. Die EWMG soll bei Grundstücksverkäufen künftig stärker die vorbereitende und koordinierende Rolle übernehmen. Die WFMG bleibt zugleich zentrale Ansprechpartnerin für Unternehmen, Gewerbetreibende und Investoren.
„Wir wollen keine zusätzlichen Strukturen schaffen, sondern die vorhandenen Stärken konsequent nutzen. Gerade bei Gewerbeflächen muss klar sein, wer vorbereitet, wer abstimmt und wer nach außen vermarktet. Wenn wir Unternehmen am Standort halten und neue Betriebe gewinnen wollen, braucht es verlässliche Abläufe und einen Service, der aus Sicht der Wirtschaft funktioniert“, erklärt Fred Hendricks, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion.
Auch das stadtweite Ansiedlungsmanagement soll weiterentwickelt werden. Leerstände in Innenstädten und Stadtteilzentren sollen stärker in den Blick rücken. Zudem wollen SPD und CDU die Zusammenarbeit zwischen JuniorUni und Stiftung MGconnect enger verzahnen und gemeinsam mit Stadtverwaltung, Kreishandwerkerschaft und interessierten Betrieben ein Verfahren für einen Masterplan Handwerk starten.
„Wir wollen unsere Beteiligungen und verschiedene Akteure bestmöglich zusammenbringen, um den Übergang in den Beruf, die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Innenstädte zu verbessern. Auch im Bereich bezahlbarer Wohnungen haben wir neue Voraussetzungen geschaffen, deren Umsetzung wir eng begleiten werden. Insgesamt werden wir die Schnittstellen und Abläufe in unseren Strukturen auf neue Impulse überprüfen“, konstatiert Janann Safi, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.
Eine stärkere Rolle soll künftig auch die MGMG übernehmen. Sie soll Maßnahmen zur Aufwertung von zentralen Lagen und Stadtteilzentren besser koordinieren können und dabei Verwaltung, Handel, Stadtteilkoordination und private Initiativen zusammenbringen. Auch bei städtischen Veranstaltungen und kommunalen Veranstaltungshäusern sollen vorhandene Kompetenzen stärker genutzt werden.
Des Weiteren soll die WohnBau als wichtiger städtischer Akteur auf dem Wohnungsmarkt stärker in den Fokus rücken. SPD und CDU wollen, dass transparent dargestellt wird, welche zusätzlichen Wohnungsbauprojekte in den kommenden Jahren umgesetzt werden können und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.
SPD und CDU betonen, dass der Antrag keine grundlegende Neuordnung aller Beteiligungen vorsieht. Es geht darum, bestehende Strukturen dort weiterzuentwickeln, wo Prozesse klarer und effizienter gestaltet werden können. (opm)




