Für ihr außergewöhnliches Engagement im Bereich der Heimatpflege und Geschichtsvermittlung ist Beatrix Wolters mit der Stadtplakette in Bronze ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde vom Rat der Stadt Viersen auf Vorschlag der SPD-Fraktion einstimmig beschlossen.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler
Viersen – Mit der Stadtplakette ehrt Viersen Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das soziale, kulturelle oder sportliche Leben in der Stadt verdient gemacht haben. Die Begründung für die Auszeichnung würdigt Wolters Fähigkeit, historische Forschung mit bürgerschaftlichem Engagement und lebendiger Vermittlung zu verbinden. Durch ihre Arbeit stärke sie das Bewusstsein für die Geschichte der Stadt und fördere den Dialog über Verantwortung und Erinnerung im lokalen Kontext.
Die gebürtige Viersenerin ist seit vielen Jahren eine feste Größe im kulturellen Leben der Stadt. Schon früh engagierte sie sich in kirchlichen und jugendpädagogischen Projekten, bevor sie ihre Leidenschaft für lokale Geschichte entdeckte. Seit 2018 arbeitet sie aktiv im Arbeitskreis Stadtgeschichte des Vereins für Heimatpflege mit, an dessen Publikationen und Projekten sie maßgeblich beteiligt war.
Im Jahr 2023 übernahm Beatrix Wolters den Vorsitz des Vereins für Heimatpflege Viersen und hat das Amt mit frischen Impulsen und zahlreichen neuen Ideen belebt. Unter ihrer Leitung entstanden Projekte, die historische Themen in die Gegenwart holen und das Bewusstsein für Viersens Vergangenheit neu beleuchten.
Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz für die Verlegung der Gedenkschwelle am Stadthaus, die an die Schicksale der Menschen erinnert, die zwischen 1940 und 1945 in Viersen zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Dieses Projekt gilt als ein bedeutendes Zeichen der Erinnerungskultur in der Stadt. (sk)





