Wie lassen sich Nachkriegsgeschichten mit Alltagsgegenständen erzählen? Und was macht das Medium Comic dabei so besonders? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer szenischen Lesung am Mittwoch, 19. März, um 19.30 Uhr im Kulturforum Franziskanerkloster.
Kempen – Die Veranstaltung ergänzt die aktuelle Ausstellung „Umgenutzt – Umgedeutet? Notbehelfe der Nachkriegszeit“. Gezeigt werden Objekte aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, die den Alltag jener Jahre – insbesondere in Kempen und am Niederrhein – anschaulich widerspiegeln. Die Exponate stammen aus der umfangreichen Sammlung des Weseler Pfarrers Werner Abresch, der seit den 1980er Jahren mehr als 2.000 Gegenstände zusammentrug. Heute befinden sie sich in der Sammlung der Stiftung Haus der Geschichte NRW.
In der Graphic Novel „Stell dir vor! Comics über die Nachkriegszeit“ greifen fünf Comics solche Objekte auf und erzählen anhand von Alltagsdingen Geschichten aus dem zerstörten Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Einige der dargestellten Gegenstände finden sich auch in der Ausstellung wieder.
Am 19. März präsentieren die Illustrator*innen Julia Bernhard, Tobi Dahmen und Volker Schmitt ihre Arbeiten im Kulturforum. Im Gespräch mit Dr. Heidi Sack von der Stiftung Haus der Geschichte NRW geben sie Einblicke in ihre Herangehensweise und sprechen über die Besonderheiten, Geschichte mithilfe von Comics zu vermitteln.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Buch am Büchertisch der Thomas Buchhandlung zu erwerben und von den Künstler*innen signieren zu lassen.
Einlass ist ab 19.00 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Vor der Veranstaltung wird ein Getränkeverkauf angeboten.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stiftung Haus der Geschichte NRW statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an museum@kempen.de, telefonisch unter 02152 917-4120 oder an der Museumskasse. (opm)




