Viersen plant „Natur- und Kulturpunkte“ – Grünen-Fraktion beantragt Mittel für Pilotphase

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen Antrag auf Einstellung von Haushaltsmitteln in Höhe von 15.000 Euro für das Projekt „Viersener Natur- und Kulturpunkte“ in den Haushalt 2026 gestellt. Ziel des Projekts ist die systematische Kennzeichnung und Aufwertung von naturkundlichen und kulturhistorischen Besonderheiten in den Viersener Ortsteilen, Parks, Wäldern und der freien Landschaft.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler

Viersen – Bereits im April 2023 hatte der Ausschuss für Kultur und Partnerschaft (KuPA) einstimmig beschlossen, ein Konzept für ein einheitliches Informationssystem zu entwickeln, das Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher über die Vielfalt der Natur- und Kulturstätten der Stadt informieren soll. Die Verwaltung präsentierte daraufhin im Oktober desselben Jahres ein detailliertes Konzept, das die Einrichtung zunächst von zehn ausgewählten Natur- und Kulturpunkten vorsah. Langfristig sollen über mehrere Haushaltsjahre sukzessive weitere Punkte hinzugefügt werden. Das Konzept fand im Dezember 2023 auch die einstimmige Zustimmung des Stadtrats.

Grünen-Sprecherin Maja Roth-Schmidt betont, dass trotz der breiten politischen Unterstützung bislang keine finanziellen Mittel für die Umsetzung bereitgestellt wurden: „Drei Jahre nach dem einstimmigen Beschluss ist es nun an der Zeit, das Projekt endlich zu starten. Mit den beantragten 15.000 Euro kann die Verwaltung die ersten Schritte einleiten, die in enger Abstimmung mit den örtlichen Verbänden und Vereinen erfolgen sollen.“ Zu den Partnern zählen unter anderem der Heimatverein Viersen, die Heimat-, Verkehrs- und Verschönerungsvereine der Stadtteile Dülken, Süchteln und Viersen sowie der NABU Viersen.

Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung auf Grundlage des vorliegenden Konzepts eine Liste potenzieller Natur- und Kulturpunkte erstellt und dem Stadtrat zur finalen Entscheidung vorlegt. Die Umsetzung solle auf einem einheitlichen Informationssystem basieren, das sowohl die kulturhistorische Bedeutung als auch die naturräumlichen Besonderheiten der Stadt Viersen sichtbar macht.

Jörg Eirmbter-König, ebenfalls Sprecher der Grünen-Fraktion, hebt hervor, dass das Projekt nicht nur touristische und kulturelle Aspekte bediene, sondern auch die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Lebensumfeld stärken könne. „Es geht darum, die Schätze unserer Stadt für alle zugänglich zu machen und die lokale Geschichte sowie die Naturerlebnisse erlebbar zu gestalten“, erklärt Eirmbter-König.

Die beantragten 15.000 Euro sollen die Pilotphase des Projekts finanzieren, die neben der inhaltlichen Festlegung der Punkte auch die Erstellung der Informationsmaterialien und die ersten Maßnahmen zur Kennzeichnung umfasst. (sk)

Foto: Rheinischer Spiegel