Startup-City Viersen griff Impulse nicht nur für Neugründer auf

Der Harley Davidson-Store Viersen wurde erneut zum Veranstaltungsort. Wo schon Politik und Motorradfans sich zuletzt trafen, fanden nun ehemalige Startup-Aktivisten und Zuhörer zwischen Kultobjekten ihren Platz.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Eingeladen hatte die Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen zur Auftaktveranstaltung Startup-City Viersen in den Harley Davidson-Store an der Gladbacher Straße. Für diese Thematik eine ausgezeichnete Wahl, schließlich gingen den röhrenden Kultmaschinen selbst futuristische Ideen und Gründerwille in einer Zeit voraus, in der Modernes stetig kritisch beobachtet wurde.

„Gründen, entwickeln und durchstarten“ zog sich wie ein roter Faden durch die Diskussionen und Dialoge, zu denen nicht nur Neugründer, sondern ebenfalls bekannte Geschäftsinhaber den Weg gefunden hatten. Schließlich geht es darum ein Ökosystem für Startups sowie junge Unternehmen in Viersen zu entwickeln und das geht nur gemeinsam mit einer breiten Vernetzung, die von der Wirtschaftsförderung mit Beratung begleitet werden soll. Erste Impulse mit dem Viersen Award, der Fuckup-Night oder dem Sofortprogramm Innenstadt wurden bereits angestoßen, in Dülken und Viersen haben sich unlängst Räume zum gemeinsamen Schaffensdrang mit den Coworking Spaces eröffnet.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Passenderweise eröffnete die Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, Marina Heuermann die fachkundige Runde mit ihrem Beitrag zum Ökosystem für junge Unternehmen, bevor Moderator Markus Wessel seinen Gesprächspartnern Frank Rehme (Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Handel), Elke Hohmann (IHK Mittlerer Niederrhein), Nicole Kitschen (coffice Dülken) sowie Matthias Nawrocki (Head of Startup Collaboratioin, gnerator by Gira) auf den Zahn fühlte, wie denn nun die sich bietenden Chancen auch genutzt werden können, denn gerade Corona sorge für ein schwieriges Umfeld.

So war ein Rückgang der Neugründungen von 2019 auf 2020 von -4,7 Prozent in NRW und in der Stadt Viersen von -6,43 Prozent zu verzeichnen. Damit liegt Viersen nicht nur schlechter da als der NRW-Durchschnitt, ebenfalls im gesamten Kreisgebiet lag der Rückgang „nur“ bei -5,72 Prozent. Umso wichtiger sei eine inspirierende Gründerkultur, die Unternehmertum und Kreativität ermöglicht.

Ergänzt wurde der Abend durch eine Probefahrt und ein Angebot des Restaurants Zur eisernen Hand. Auf der aktuellen Harley Davidson-Kollektion, bei Cesars Salat oder New York Club Sandwich mag vielleicht die eine oder andere Idee entstanden sein, von der man dann bald in Viersen hören wird. (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming