Süchteln hat seit Juli 2025 einen neuen Blickfang: Zwei leuchtend rote „Apfelbänke“ zieren nun den Propsteiplatz und laden Bürgerinnen und Bürger ein, Platz zu nehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu erleben. Das Projekt wurde von der Kolpingsfamilie Süchteln initiiert und vom Arbeitskreis Senioren mit viel Herzblut umgesetzt.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Rita Stertz
Viersen-Süchteln – „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ – dieses Zitat des Philosophen Martin Buber beschreibt das Ziel der Apfelbänke treffend. Sie sind weit mehr als nur Sitzgelegenheiten. Hinter der Idee steckt der Wunsch, dem wachsenden Problem der Einsamkeit in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken – und zwar generationenübergreifend.
Die markanten Holzbänke, deren Seitenteile in Form leuchtend roter Apfelscheiben gestaltet sind, wurden in der Kolping-Werkstatt Prodia WfbM in Aachen gefertigt. Finanziert wurde das Projekt durch die Volksbank Viersen eG (Standort Süchteln), den Innenstadtfonds, Mittel der Innenstadtneugestaltung sowie durch Eigenmittel der Kolpingsfamilie. Auch die Stadt Viersen unterstützte das Vorhaben mit Beratung und Begleitung.
Um den Süchtelnerinnen und Süchtelnern die neuen Bänke bekannt zu machen, findet seit Juli jeden Dienstag um 11 Uhr das „Viertelstündchen an der Apfelbank“ statt – pünktlich zur Marktzeit in der Innenstadt. Vor der Villa Rossié gibt es dann kleine Mitmach- und Kulturaktionen: vom Vorlesen von Apfelgeschichten über Rätsel- und Sprachspiele bis hin zu sportlichen Angeboten und kreativen Handarbeitsrunden.
Das abwechslungsreiche Programm reicht von Radtouren in die „Apfelstadt“ Vorst bis hin zur „Living Library“, in der Menschen aus Süchteln Geschichten aus ihrer Heimat erzählen. Den Abschluss im September bildet ein fröhliches Erntedankfest mit Apfelkuchen und -saft.
Bereits die ersten Veranstaltungen zeigten, dass die Idee funktioniert: Die Besucher bleiben oft weit länger als 15 Minuten, tauschen sich über persönliche Interessen aus – vom Chorsingen über Imkerei bis zu Ehrenamtsprojekten – und genießen gemeinsam Kaffee oder Apfelkuchen. Auch die historische Villa der Alten Propstei weckt immer wieder Neugier und Gesprächsstoff.
Die Apfelbänke setzen in Süchteln ein positives Zeichen: Sie bringen Menschen zusammen, beleben den öffentlichen Raum und laden dazu ein, innezuhalten. Die Kolpingsfamilie wünscht sich, dass die Aktion auch über den Sommer hinaus einen festen Platz im Stadtleben findet.
Wer Lust auf nette Gespräche, ein Stück Apfelkuchen und ein offenes Ohr hat, ist herzlich eingeladen, dienstags um 11 Uhr am Propsteiplatz vorbeizuschauen. „Unsere Apfelbänke sollen einen kleinen Beitrag leisten, damit Alt und Jung in Süchteln miteinander ins Gespräch kommen. Die Einladung ist ausgesprochen – und wir sind sicher: Das wird gelingen!“, so Irmgard van der Linden für die Kolpingsfamilie Süchteln.
Überblick über die Veranstaltungen
Ein Viertelstündchen an der Apfelbank
eine Idee der Kolpingsfamilie Süchteln
immer Dienstagmorgen – 11 Uhr
19. Aug. – Rätsel und Sprachspiele zum Wort Apfel
Treffen an der Apfelbank mit dem Rad – Radtour nach Vorst in die Apfelstadt – etwa 12 km
26. Aug. – Wenn einer eine Reise tut …
Dienstag, 26. August – 14 Uhr
Bunte Runde – bunte Masche! Handarbeiten mit Frau Wolters (bring bitte deine eigene Handarbeit mit oder häkle rote Apfelkreise)
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Dienstag, 11 Uhr
2. Sept. Fit in den Tag – Sport auf / an der Bank mit dem ASV Süchteln
9. Sept. living library – Süchtelnerinnen erzählen aus ihrer Heimat: Mexiko / Niederlande
16. Sept. Von wegen Apfel – Kleiner Blick in die Bibel „und so“!
23. Sept. Frau Hoffmann liest Apfel-Poesie
30. Sept. Erntedankfest – Einladung zu Apfelkuchen / -Saft (sk/opm)





