Thessaloniki – Verweilen in der Oberstadt

Nach Athen ist die Hafenstadt am Thermaischen Golf die zweitgrößte Stadt #Griechenlands. #Thessaloniki verbirgt viele seiner Sehenswürdigkeiten gut und begeistert mit einer beeindruckenden Vielfalt.
Von RS-Redakteurin Sofia Papadopoulou

Thessaloniki/Griechenland – Thessaloniki? Wer einen Einheimischen fragt, der wird auf das Dorf Saloniki hingewiesen – mit mehr als 300.000 Einwohnern. In der Hauptstadt Makedoniens warten zahlreiche Überbleibsel aus byzantinischer Zeit darauf entdeckt zu werden. Wer die Ursprünglichkeit der Stadt finden möchte, der wird in der „Ano poli“, der Oberstadt fündig mit den gepflasterten Gassen, traditionellen Tavernen und einem unvergesslichen Ausblick.

Foto: Rheinischer Spiegel

Den Rundgang beginnen wir an der beeindruckenden Festung Heptapyrgion, die im 9. Jahrhundert auf einer alten Zitadelle gebaut wurde. Das imposante, byzantinische und osmanische Gebäude wurde meist zu militärischen Zwecken genutzt, bis es zwischen 1895 und 1989 als Gefängnis genutzt wurde, während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg, des Bürgerkriegs und der Obristenherrschaft übrigens auch für politische Häftlinge. Die polygonale Festung war Sitz der Garnison des Osmanischen Reichs bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Wo einst barbarische Hinrichtungen an der Tagesordnung waren eröffnet sich heute ein malerischer Blick über die riesige Stadt.

Den Rundgang beginnen wir an der beeindruckenden Festung Heptapyrgion, die im 9. Jahrhundert auf einer alten Zitadelle gebaut wurde. Foto: Rheinischer Spiegel

Von hier aus ist es nur ein kurzer Spaziergang von rund zehn Minuten bis zum Vlatades Kloster. Vor der alten Stadtmauer ist das byzantinische Kloster für seine Ruhe berühmt. Nicht nur vom Parkplatz aus erwartet auch hier die Gäste ein bezaubernder Ausblick über die Dächer. Die Anlage selbst wurde im 14. Jahrhundert erbaut und wurde im 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt, da es sich um das einzige noch erhaltene byzantinische Kloster innerhalb der Stadt handelt. Mit etwas Glück hat die Kirche, das Katholikón, geöffnet, die von der Anlage mit den hochgewachsenen Zypressen friedvoll eingesäumt wird.

Von hier aus ist es nur ein kurzer Spaziergang von rund zehn Minuten bis zum Vlatades Kloster. Foto: Rheinischer Spiegel

Der alten Stadtmauer folgend Richtung Osten erreicht unser Rundgang den Trigonion Tower. Es ist einer von sieben erhaltenen, osmanischen Wehrtürmen der Stadt – der bekannteste ist sicherlich der Weiße Turm an der Uferpromenade. Pünktlich zum Sonnenuntergang treffen hier immer mehr Besucher mit Kamera ein, zu Recht, denn das Motiv eignet sich als perfektes Postkartenmotiv. Der Turm selbst beinhaltet ein Museum (Agios Pavlos 546 34, Thessaloniki).

Der alten Stadtmauer folgend Richtung Osten erreicht unser Rundgang den Trigonion Tower. Foto: Rheinischer Spiegel

Der Weiße Turm in Thessaloniki – An der historischen Sehenswürdigkeit eine Pause einlegen


Von hier aus geht es wieder den Berg hinunter bis hin zur Apostel Paulus Kirche. Das mächtige Bauwerk ist bekannt für seine Wandmalereien und schließt an den Pascha-Garten an, mit seinen skurrilen Überresten aus vergangener Zeit.

Von hier aus geht es wieder den Berg hinunter bis hin zur Apostel Paulus Kirche. Foto: Rheinischer Spiegel

Restauranttipp ist das „Wall by Wall“ an der Stadtmauer (Stergiou Polidorou 1, Thessaloniki 546 34), hier verbinden sich moderne Speisen mit urtypischen griechischen Köstlichkeiten. (sp)

Foto: Rheinischer Spiegel

Thessaloniki: Flanieren am Meer oder shoppen in historischen Markthallen