VAB Bilanz 2024 – Starkes Ergebnis in schwieriger Zeit

Am 9. Juli stellte die Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB) ihre Bilanz für das Jahr 2024 vor. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das städtische Wohnungsunternehmen erzielte einen Überschuss von über 5 Millionen Euro. Mehr als zweieinhalbmal so viel, wie im Jahr zuvor. Die Eigenkapitalquote stieg von 24,2 auf 28 %.

Viersen – „Wir freuen uns über das herausragende Jahresergebnis mitten in schwieriger Zeit“, würdigte VAB-Aufsichtsratsvorsitzender Stephan Sillekens die Bilanz. „So können wir trotz herausfordernder Rahmenbedingungen weiter aktiv Wohnungsfürsorge für Viersen betreiben.“ Höhere Mieteinnahmen und geringere Belastungen haben zu dem erfreulichen Ergebnis geführt. „Zwar ist der hohe Überschuss auch von Einmaleffekten beeinflusst, aber die Basis ist eine deutlich bessere Wertschöpfung unserer Gesellschaft, von der wir dauerhaft profitieren werden. Wir werden damit sowohl die klimagerechte Umstrukturierung unseres Bestandes vorantreiben, als auch den höheren Eigenkapitalbedarf beim Neubau leisten können“, erläutert VAB-Vorstand Albert Becker die Hintergründe. Die intensive Neubautätigkeit der VAB führt inzwischen spürbar zu einer höheren Wertigkeit des Wohnungsbestandes. Entsprechend verbessern sich die Einnahmen der Gesellschaft.

Die Durchschnittsmiete lag 2024 bei 6,19 Euro. Dennoch blieben die Mietpreise bei über 50% der VAB-Wohnungen weiterhin im sehr günstigen Bereich zwischen 5 und 6 Euro. Die Transformation zu einem nachhaltigeren Gebäudebestand und der Neubau waren die Schwerpunktthemen 2024. Insgesamt flossen 2,66 Millionen Euro in den Neubau und 4,6 Millionen in die Instandhaltung der vorhandenen Gebäude.

Das Klimaschutz und Nachhaltigkeitskonzept der VAB wurde weiter erfolgreich umgesetzt. Das 2023 beschlossene Handlungsprogramm greift. Über 1 Million Euro wurden dafür allein in 2024 investiert. Die Jahresziele beim CO2-Abbau wurden um 17,25% übertroffen. Insgesamt wurden die CO2 Emissionen des Unternehmens in nur 2 Jahren um fast 10% reduziert. Dabei arbeitet die VAB flexibel nach den Möglichkeiten. In 10 Handlungsfeldern wurden die Jahresziele nur bei 3 nicht wie geplant erreicht, bei 3 erfüllt und bei 4 sogar übertroffen. Ein schöner Erfolg, der zeigt, dass Klimaschutz machbar ist.

Auch im Neubau blieb die VAB trotz schwieriger Zeiten aktiv. Mitten im Zentrum von Dülken, Am Kesselsturm, ist ein Wohnkomplex im Bau. Das 5 Millionen Projekt bietet in 19 öffentlich geförderten Wohnungen barrierefreien und vor allem bezahlbaren Wohnraum sowie ein neues Zuhause für das Dülken Büro. Es geht gegenwärtig der Fertigstellung entgegen. Die Verbindung zwischen Lange Straße und Melcherstiege wird damit baulich deutlich aufgewertet. Die unansehnliche Brachfläche im Zentrum ist damit Geschichte und neuer, bezahlbarer Wohnraum geht noch im Herbst mitten in Dülken an den Markt. Im Gegensatz zu vielen anderen Wohnungsgesellschaften will die VAB trotz massiv gestiegener Bau- und Finanzierungskosten auch weiter im Neubau investieren. Das gute Jahresergebnis hilft dabei. „Und Wohnungsfürsorge, gerade in schwieriger Zeit, ist unsere Aufgabe“, sagen Sillekens und Becker dazu. Wie immer werden 264.000 Euro vom Jahresüberschuss als Dividende an die Stadt ausgeschüttet. Der Rest kommt in die Rücklagen und stärkt die VAB für zukünftige Investitionen. Noch im Dezember 2024 wurde mit dem Projekt „Generations“ am Josefsring bereits der nächste große Neubau der VAB gestartet. Das Generationenhaus in der Viersener Südstadt bietet in 44 Wohnungen ein breites Spektrum an Wohntypen, von der kompakten Single- bis zur Familienwohnung. Fast 10 Millionen Euro wird die VAB hier investieren. Alle Wohnungen sind öffentlich gefördert. Sie werden damit lediglich 6,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter kosten. Ein seltenes Angebot von bezahlbarem Wohnraum in der heutigen Zeit. Insgesamt sind damit aktuell 63 Wohnungen im Bau.

Weitere Projekte sind in Arbeit, wie ein Mehrfamilienhaus für Boisheim mit 12 Wohnungen und ein Wohnquartier an der Melcherstiege in Dülken mit 74 Wohnungen. Bei allen Neubauprojekten spielen Nachhaltigkeit und CO2 freier Betrieb eine große Rolle. CO2 reduzierte Baumaterialien, Schalenbauweise und eine veränderte Haustechnik lassen Schritt für Schritt das nachhaltige und klimaschonende Haus der Zukunft bei der VAB Wirklichkeit werden. Förderung, kompakte Grundrisse, serielle Bauweise und Verzicht auf überhöhte Standards sollen dabei helfen die Bezahlbarkeit des Wohnraums auch zukünftig zu sichern. Gute Perspektiven also für die Wohnungsfürsorge in Viersen durch die VAB, mitten in schwieriger Zeit. (opm)

Foto: VAB Viersen