VTHC feierte 125-jähriges Jubiläum mit Mitgliedern, Freunden und sportlichem Nachwuchs

Am vergangenen Wochenende lud der 600 Mitglieder umfassende VTHC zu Feier und sportlichem Familienfest. Ein herausragendes Wochenende, denn 125 Jahre Bestehen sind eine Besonderheit, die mit Stolz begangen wurde.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Als 1896 im Casinogarten der heutige Viersener Tennis- und Hockeyclub 1896 e. V. (VTHC) mit Tennis startete, da dachte sicherlich noch niemand an eine Zeit 125 Jahre später. Eigentlich ging es nämlich bei der Gründungsversammlung eher darum, dass die Damen fußfreie Röcke tragen sollen – mit Blick auf die Staubentwicklung und die detailverliebt gezogenen Linien. Die Herren dagegen brachten den Wunsch für helle Tennisanzüge auf der männlichen Seite ein und diskutieren zunächst über Radfahranzüge.

Hockey wurde nach ersten zaghaften Versuchen Ende der 1930er-Jahre aufgebaut, doch der Zweite Weltkrieg machte die sportlichen Erfolge zunichte. Nach den Kriegswirren gründete sich der Tennisclub ohne den Hockeybereich neu, der zunächst bei Grün-Weiß Viersen eine neue Heimat fand. Erst 1969 fusionierten die Vereine zum VTHC und die Tennisanlage wurde um einen Rasenplatz erweitert.

Foto: Rheinischer Spiegel

Die Modefrage ist viele Jahrzehnte später kein Thema mehr. Der VTHC kann heute als familiärer Verein auf 600 Mitglieder verweisen. Viele sind nicht nur im Hobbysport beheimatet. Die Tennis-Damen beweisen ihr sportliches Können in der Verbandsliga, die 1. Herren treten zu fairen Wettkämpfen in der Niederrheinliga an. Zehn Tennisplätze, ein Kunstrasenplatz mit Flutlicht für den Hockeybereich, Spielplatz oder ein Beach-Volleyball-Platz. Das Gelände im Beberich ist wahrlich riesig und bot den passenden Platz für das kleine Jubiläum mit Mitgliedern, Freunden und Partnern im VTHC-Klubhaus, welches im nächsten Jahr als großes Sommerfest eine weitere Auflage finden soll.

Am Sonntag war es dann Zeit für das sportliche Familienfest mit einem bunten Programm für kleine und große Besucher. Der VTHC hatte sich hierfür einiges einfallen lassen und so nutzten die Kids gerne die Möglichkeit die einzelnen Stationen kennenzulernen. Der Torwart beim Penaltyschießen, übrigens in voller Montur, hatte an diesem Tag bei 36 Grad und auf dem Kunstrasenplatz sicherlich den „heißesten Job“. Trotz Hitze, er hielt gekonnt auch die Querschläger des sportlichen Nachwuchses. Tennis, Hockey, Slalom oder Hüpfburg, es galt einiges auszuprobieren. Ruhiger ging es dabei beim Entenangeln, Dosenwerfen oder Kinderschminken zu und wer sowieso gerade Lust an Farben gefunden hatte, der fand schnell die passenden Stifte in der Mal-Ecke, während sich die Eltern, immer mit Blick auf den Platz, eine Ruhepause bei einem regen Austausch gönnten. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel