5 Tipps zur Selbstständigkeit im Fotografie-Bereich

Die Fotografie ist für viele Menschen mehr als nur ein Hobby. Gerne wird sie auch zum Beruf gemacht. Der kreative Beruf stellt aber auch vor viele Herausforderungen.

Service – Gerade die Suche nach einem Job als Fotograf ist hier zu benennen. Damit die Selbstständigkeit erfolgreich wird, gibt es einige Tipps, die helfen können.

Der Blick auf die Möglichkeiten für einen Verdienst

Die Idee ist gut: Als Fotograf einen Namen machen und dann von den Aufträgen leben können. Aber was einfach klingt, ist immer wieder eine Herausforderung. Daher ist es wichtig, sich von Beginn an Gedanken darüber zu machen, mit welchen Möglichkeiten eigentlich Geld verdient werden kann. Was ist gefragt? Es gibt Hochzeitsfotografen oder auch Porträt-Spezialisten, es gibt Produktfotografen oder Landschafts-Experten. Meist wird eine Spezialisierung ausgewählt. Aber was ist eigentlich, wenn es gerade keine Jobs in dem Bereich gibt? Für diesen Fall sollte sich immer eine Alternative überlegt werden. Diesen Hinweis gibt auch die Fotografin Jennifer Cicort.

Kein Kunde sucht einen Fotografen für alles. Stattdessen machen sich die Kunden auf die Suche nach einem Experten in einem bestimmten Bereich und möchten hier natürlich auch von einer hohen Qualität profitieren können.

Cashflow immer im Blick behalten

Die Selbstständigkeit bietet eine hohe Flexibilität. Sie bringt aber auch eine große Menge an Kosten mit sich. Das beginnt bereits bei den Steuern in der Selbstständigkeit und geht über die Kosten für Technik und die Krankenversicherung. Es ist daher wichtig, von Beginn an alle Kosten aufzulisten und zu schauen, wo noch optimiert werden kann. Möglicherweise können sich Kosten auch mit Kollegen geteilt werden, wie für ein Atelier oder ein Büro. Die monatlichen Kosten sollten möglichst gering sein. Nur so können auch Zeiten abgefangen werden, in denen es nicht so viele Aufträge gibt. Private Ausgaben können nicht abgezogen werden und reduzieren damit auch nicht die Steuerlast.

Wer noch gar keine Erfahrungen in Bezug auf die Selbstständigkeit hat, der kann sich auch durch einen Steuerberater informieren, worauf genau zu achten ist. Generell ist eine gute Buchhaltung wichtig, damit sich alle Ausgaben und Einnahmen schnell prüfen lassen.

Foto: Shutterbug75/Pixabay

Das Netzwerk ist eine wichtige Basis

Viele Menschen, die als Fotograf in die Selbstständigkeit gehen, haben meistens vorher schon Erfahrungen gesammelt und sich auch ein Netzwerk aufgebaut. Dieses sollte gepflegt und auch weiter ausgebaut werden. Dabei geht es nicht nur darum, sich mit anderen Fotografen zu vernetzen. Es ist ebenfalls sinnvoll, auf Veranstaltungen und Messen zu gehen, sich hier mit verschiedenen Mitarbeitern von Unternehmen zu unterhalten oder auch Menschen auf der Straße anzusprechen.

Dabei geht es unter anderem um das Marketing. Fotografen brauchen gerade zu Beginn ein umfassendes Marketing, haben hier aber nur wenige Möglichkeiten, in dieses auch zu investieren. Umso wichtiger ist es, sich einen guten Ruf zu erarbeiten.

Viel Zeit in das Marketing investieren

Um neue Aufträge zu generieren ist es wichtig, sich auch dann um das Marketing zu kümmern, wenn nur ein geringes Budget vorhanden ist. Es gibt inzwischen viele Wege, um auf die eigenen Arbeiten aufmerksam zu machen. Das beginnt bereits bei den sozialen Netzwerken. Wer sich hier einen Kanal aufbaut und mit seinen Bildern Follower gewinnen kann, der spricht damit auch eine potenzielle Kundschaft an. Ebenfalls möglich ist ein Blog. Zudem kann bei den zufriedenen Kunden gefragt werden, inwieweit es möglich ist, eine Bewertung zu erhalten. Bewertungen haben eine große Gewichtung für Interessierte. Sie lesen sich diese nicht nur durch. Sie treffen auf der Basis sogar Entscheidungen.

Den passenden Preis für die eigene Arbeit festsetzen

Es ist ein besonderes Phänomen, dass selbstständige Fotografen zu Beginn ihrer Selbstständigkeit nur sehr geringe Preise aufrufen. Die Preisfindung an sich ist ein komplexes Thema, das immer wieder vor Herausforderungen stellt. Allerdings ist niemandem geholfen, wenn er für einen Betrag arbeitet, der nicht einmal die eigenen Kosten deckt. Daher sollte genau überlegt werden, welche Preise mindestens notwendig sind, um auch einen Gewinn zu erwirtschaften.

Natürlich ist es wichtig, sich gut zu verkaufen. Gerade im Bereich der Fotografie kommt es darauf an, dass die Chemie zwischen dem Fotografen und den Kunden stimmt. Wenn alles passt, dann sind die Kunden auch bereit, höhere Beträge zu zahlen. Nur so kann eine angemessene Qualität gewährleistet werden.

Ein genereller Tipp ist es, nicht jeden Auftrag anzunehmen. Natürlich ist es verlockend, alles zuzusagen, wenn noch nicht viele Anfragen eingehen. Wer sich aber von Beginn an unter Wert verkauft, der wird auch später Probleme damit haben, seinen Preis zu erhöhen oder die Erhöhung der Kosten für die Kunden nachvollziehbar darstellen zu können. Das kann zum Verlust von Stammkunden führen, was für beide Seiten nicht zielführend, sondern nur ärgerlich ist. (opm)