Vier Auszubildende aus dem LVR-Bildungszentrum für Gesundheit & Pflege Viersen und Mönchengladbach haben erstmals die Möglichkeit genutzt, im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ wertvolle Auslandserfahrungen zu sammeln.
Viersen/Mönchengladbach – Zwei Wochen lang arbeiteten Hakeem Agha, Ruth Nauen, Adrian Volkmann und Ariana Salkovic in der Klinik der Barmherzigen Brüder in Wien – und gewannen dabei fachlich wie persönlich neue Einblicke in die Pflegepraxis.
„Unser Bildungszentrum war schon seit mehreren Jahren dabei, das Erasmus+-Programm umzusetzen“, berichtet Hakeem Agha. „Durch Corona und organisatorische Hürden hat sich das Vorhaben immer wieder verzögert. Umso schöner war es, dass wir jetzt endlich die Ersten waren, die das Programm realisieren konnten.“
Während ihres Aufenthalts lernten die angehenden Pflegefachkräfte die Unterschiede zwischen dem deutschen und österreichischen Pflegesystem kennen. Besonders auffällig war der größere Verantwortungsbereich der Pflege in Österreich. „Die Pflegefachkräfte übernehmen dort deutlich mehr Tätigkeiten eigenständig – etwa Verbandswechsel oder Blutabnahmen“, erklärt Ruth Nauen. Auch der Schichtdienst unterscheidet sich: In Wien wird in zwei Zwölf-Stunden-Schichten gearbeitet, verbunden mit einem zusätzlichen freien Tag pro Woche.
Neben den fachlichen Eindrücken stand auch der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. „Wir haben gemerkt, dass man in der Pflege zwar dieselben Ziele verfolgt, aber unterschiedlich an die Arbeit herangeht“, erzählt Adrian Volkmann. „Und natürlich lernt man auch sprachlich dazu – wir sprechen zwar alle Deutsch, aber Begriffe wie Paradeiser statt Tomate waren für uns neu“, ergänzt Ariana Salkovic mit einem Lächeln.
Das Fazit der Teilnehmenden fällt durchweg positiv aus: Der Aufenthalt habe den Blick auf die Pflege erweitert. Die Auszubildenden konnten nicht nur neue Arbeitsweisen kennenlernen, sondern auch persönlich viel mitnehmen – von neuen Freundschaften bis hin zu einem tieferen Verständnis für internationale Pflegepraxis. (opm)





