Heimat auf dem Teller: Süße Krümelpoesie mit Herz und Knolle

Für euch haben wir eine besondere Idee für die Weihnachtsttage herausgesucht, denn manchmal sind es die einfachsten Zutaten, die uns an Omas Küchentisch zurückversetzen – wenn der Duft von gebackenen Kartoffeln, süßer Marmelade und karamellisierter Kruste durchs Haus zieht. 

Niederrhein – Dieser traditionelle Kartoffelkrümelkuchen, einst aus der Not geboren, heute ein nostalgischer Genuss, vereint Bodenständigkeit mit feinem Aroma.

Zutaten
150 g geschälte Kartoffeln
65 g zarte Haferflocken
300 g Mehl
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
75 g Butter (geschmolzen und abgekühlt)
1 Päckchen Backpulver
250 g Marmelade nach Wahl (z. B. Aprikose oder Himbeere)
Ein Schuss Rum
Puderzucker zum Bestreuen

Zuerst die Kartoffeln schälen, waschen und gründlich abtrocknen. Dann fein in die Haferflocken hineinreiben, sodass sich die feuchte Masse gut mit den Flocken verbindet. In einer großen Schüssel Mehl, Backpulver und Zucker mischen. Die Kartoffel-Hafer-Mischung direkt unterheben, ebenso Vanillezucker und das Ei. Die abgekühlte, flüssige Butter dazugießen und alles zu einem krümeligen, aber leicht formbaren Teig verkneten – er soll sich eher trocken anfühlen, wie ein dicker Brei.

Nun eine Springform einfetten. Etwa die Hälfte des Teigs locker hineinkrümeln und leicht andrücken. Die Marmelade gut durchrühren und gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Wer mag, kann nun einige Tropfen Rum über die Marmeladenschicht träufeln – das verleiht dem Kuchen eine warme Tiefe. Mit dem restlichen Teig die Oberfläche krümelig bedecken und kleine Butterflöckchen darüber verteilen.

Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kuchen etwa 45 Minuten goldbraun backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben – fertig ist ein herrlich duftendes Stück Heimat! (cs)

Foto: xiaoji sun/Pixabay