Gielen und Rönsberg gehen in die Stichwahl um das Amt des Landrats im Kreis Viersen

Die Entscheidung über die Nachfolge im Landratsamt ist noch nicht gefallen: Bei den Kommunalwahlen am gestrigen Sonntag konnte keiner der fünf Bewerberinnen und Bewerber die notwendige absolute Mehrheit von über 50 Prozent der Stimmen erreichen. Nun kommt es am Sonntag, 28. September, zur Stichwahl zwischen Bennet Gielen (CDU) und Annalena Rönsberg (SPD).
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler

Kreis Viersen – Vorläufiges Endergebnis der Landratswahl

Bennet Gielen (CDU): 46,95 %
Annalena Rönsberg (SPD): 20,13 %
Jens-Christian Winkler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): 16,81 %
Dietmar Brockes (FDP): 8,23 %
Jörg Otto von Gierke (Die PARTEI): 7,88 %

Die Wahlbeteiligung lag bei 57,24 Prozent.

Damit stehen sich am 28. September CDU-Kandidat Gielen, der bereits im ersten Wahlgang fast die absolute Mehrheit erreichte, und SPD-Kandidatin Rönsberg gegenüber. Für beide geht es darum, die Wählerinnen und Wähler der ausgeschiedenen Mitbewerber für sich zu gewinnen.

Parallel zur Landratswahl wurde auch der neue Kreistag gewählt. Das vorläufige Endergebnis sieht die CDU erneut als stärkste Kraft, wenn auch ohne absolute Mehrheit.

Stimmenanteile und Sitzverteilung:

CDU: 40,50 % → 30 Sitze
SPD: 16,29 % → 12 Sitze
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 15,65 % → 11 Sitze
AfD: 13,16 % → 10 Sitze
FDP: 5,11 % → 4 Sitze
DIE LINKE: 4,21 % → 3 Sitze
Die PARTEI: 2,27 % → 2 Sitze
Freie Wähler: 1,74 % → 1 Sitz
Volt: 1,08 % → 1 Sitz

Die Zahl der Kreistagssitze steigt von 60 auf 74. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,26 Prozent.

Wahlberechtigt sind im Kreis Viersen rund 244.000 Bürgerinnen und Bürger. Das Wahlrecht gilt ab 16 Jahren für alle deutschen Staatsangehörigen sowie für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union, die seit mindestens 16 Tagen vor der Wahl ihren Hauptwohnsitz im Kreisgebiet haben.

Neben der Urnenwahl besteht auch die Möglichkeit zur Briefwahl. Die Unterlagen können bei den zuständigen Kommunalbehörden beantragt oder direkt vor Ort ausgefüllt und abgegeben werden. (sk)

Im ersten Wahlgang war Bennet Gielen klarer Favorit, erreichte aber nicht die benötigte absolute Mehrheit. Foto: Rheinischer Spiegel