Fahrsicherheitstraining für Senior*innen – im Alter sicher im Straßenverkehr unterwegs

Auch im Alter ist das Auto für viele Senior*innen ein unverzichtbares Verkehrsmittel. Damit erledigen sie ihre Einkäufe, besuchen die Familie oder gelangen zu wichtigen Arztterminen. Um weiterhin sicher am Steuer unterwegs zu sein, empfiehlt sich ein spezielles Fahrsicherheitstraining für Senior*innen.

Service – Mit steigendem Alter kann es beim Autofahren zu verschiedenen Problemen und Unsicherheiten kommen. Eine Rolle spielen natürlich körperliche Einschränkungen wie eine verminderte Sehkraft oder eine verzögerte Reaktionszeit, aber auch eine Überforderung aufgrund des heute deutlich höheren Verkehrsaufkommens oder moderner Fahrzeugtechnik setzt vielen Senior*innen zu. Das ist kein Grund, sich zu schämen, sondern ein reales Problem, das viele Menschen im höheren Alter betrifft. Dem lässt sich aber zumindest teilweise entgegenwirken.

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Für die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer können Senior*innen an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Im Rahmen dessen können sich die Teilnehmer*innen mit den aktuellen Verkehrsregeln vertraut machen.

Viele der heutigen Senior*innen haben ihren Führerschein vor 50 oder 60 Jahren gemacht. Zu dieser Zeit waren die Straßen deutlich leerer und die Regeln weniger kompliziert. Mittlerweile hat sich das Straßenbild aber stark gewandelt, was vor allem für Senior*innen stressig ist, die lange Zeit nicht Auto gefahren sind und jetzt wieder damit anfangen möchten.

Im Fahrsicherheitstraining werden deswegen Themen wie neue Verkehrszeichen, die geltenden Regeln im Kreisverkehr oder die Vorschriften zum Bilden einer Rettungsgasse besprochen. Auch auf moderne Fahrassistenzsysteme wird im Fahrsicherheitstraining oft eingegangen. Die Inhalte können natürlich je nach Anbieter variieren, ähneln sich aber häufig.

Neben dem theoretischen Teil besteht das Fahrsicherheitstraining außerdem aus einem praktischen Teil. Die Senior*innen üben am Steuer, wie sie sich am besten beim Abbiegen verhalten, was beim Parken und Rangieren zu beachten ist und wie sie die Spur besser halten können. Das Training kann zum Beispiel in Form einer begleitenden Beratungsfahrt mit einem ausgebildeten Fahrschul-Mitarbeiter stattfinden.

Um an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen zu können, benötigen Senior*innen einen gültigen Führerschein und ein eigenes verkehrstüchtiges Fahrzeug. Gegebenenfalls besteht auch die Möglichkeit, ein Fahrzeug für das Fahrtraining zu mieten. Das ist zum Beispiel für Senior*innen praktisch, die keinen Pkw besitzen, aber gelegentlich mit dem Fahrzeug von Verwandten fahren möchten.

Üblicherweise finden Fahrsicherheitstrainings in kleinen Gruppen statt, sodass die Teilnehmer*innen in aller Ruhe lernen können. Das bedeute aber auch, dass die Kurse vor allem in dicht bevölkerten Gebieten schnell ausgebucht sind. Bei Interesse müssen Senior*innen also oft ein wenig Wartezeit in Kauf nehmen. Der zeitliche Rahmen beträgt für den theoretischen und den praktischen Teil etwa fünf bis sieben Stunden, sodass sich das Fahrsicherheitstraining an einem Tag erledigen lässt.

Für das Fahrsicherheitstraining fallen Kosten an, die je nach Anbieter unterschiedlich hoch sein können. Besonders günstige Angebote gibt es bei den Verkehrswachten. Dort können Interessierte schon ab 30 Euro einen Platz ergattern. Bei Automobilclubs sind die Preise hingegen deutlich teurer und können zwischen 100 und 150 Euro liegen.

Ein Fahrsicherheitstraining für Senior*innen sollte alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden. Das ist nicht nur aus Sicherheitsgründen wichtig, sondern kann sich auch positiv auf das Selbstvertrauen auswirken. Außerdem lässt sich so die eigene Fahrtüchtigkeit länger aufrechterhalten. Gerade wenn jemand nur gelegentlich Auto fährt, ist es ab einem gewissen Alter wichtig, für Auffrischung zu sorgen. (opm)