Hate Speech – VHS-Vortrag über Diskriminierung und Hass in der Sprache

Hate speech – auf Deutsch Hassrede – ist ein sprachliches Phänomen, das in den letzten Jahren zusehends mehr Aufmerksamkeit erhalten hat. Durch diese Form der Sprache werden einzelne Personen oder Gruppen sprachlich abgewertet, diskriminiert und beleidigt. Dies kann beispielsweise mit Bezug auf das Geschlecht, politische und/oder religiöse Einstellung, sexuelle Orientierung, Herkunft oder Alter geschehen.

Viersen – In einem Vortrag bei der Kreisvolkshochschule geht Sprachwissenschaftler Dr. Jens Fleischhauer diesem Phänomen nach. Er grenzt das sprachliche Phänomen ‚Hate speech‘ genauer und veranschaulicht die verschiedenen Formen, in denen Hassrede Ausdruck findet. Es geht dabei auch um eine Langzeitwirkung der Hassrede: Fleischhauer sieht eine der großen Gefahren darin, dass sprachliche Diskriminierung nach und nach zum Normalfall wird.

Der Vortrag findet am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr in den Räumen der VHS am Theodor-Heuss-Platz 10 in Viersen statt. Wer zu der kostenfreien Veranstaltung kommt, muss sich darauf einstellen, dass zu wissenschaftlichen Zwecken Hassrede im Original zitiert wird.
Dr. Jens Fleischhauer setzt sich am Institut für Lingustik an der Uni Düsseldorf unter anderem mit Fragen der Bedeutung (Semantik) sprachlicher Ausdrücke auseinander, aber auch mit der Grammatik afrikanischer Sprachen.

Anmeldungen (K-Nr. D112003) über kreis-viersen-vhs.de oder vhs@kreis-viersen.de. Direkter Link zu Info und Anmeldung: https://www.kreis-viersen-vhs.de/index.php?id=3&kathaupt=11&knr=D112003 (opm)