Wies’n-Flair und Partyhits sorgten für ein bebendes Dülkener Bürgerhaus

Dülken hat am gestrigen Samstagabend einmal mehr gezeigt, wie groß die Resonanz auf die Frühjahrswies’n inzwischen ist. Zur fünften Auflage der Veranstaltung strömten zahlreiche Besucher ins Bürgerhaus, wo das „Königlich Bayrische Vollgas Orchester“ mit einer Mischung aus Wies’n-Klassikern, Partyhits und volkstümlicher Musik für ausgelassene Stimmung sorgte.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Martin Häming 

Viersen-Dülken – Auch bei der fünften Dülkener Frühjahrswies’n herrschte ausgelassene Heiterkeit und ein Maß an Feierlaune, das schon kurz nach Einlass kaum noch Wünsche offenließ. Als das „Königlich Bayrische Vollgas Orchester“ schließlich die Bühne betrat, gab es im Publikum kaum noch ein Halten: Es wurde geschunkelt, mitgesungen und getanzt, als befände man sich mitten auf dem Münchner Oktoberfest. Hach ne, was war das schön … Oktoberfestfeeling im Mai. Die fünfte Dülkener Frühjahrswies’n entwickelte sich damit erneut zu einer mitreißenden Partynacht, die das Bürgerhaus bis tief in den Abend hinein fest im Griff hatte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Viele der „Feierbiester“ (ja, wir waren auch darunter) kamen früh, um sich Plätze in Bühnennähe zu sichern, andere mischten sich sofort unter die Tanzenden. Das Publikum zeigte von Beginn an jene Bereitschaft, sich auf den Abend einzulassen, die solche Formate trägt: aufmerksam, lautstark, textsicher und sichtbar in Feierlaune. Dirndl und Lederhosen prägten das Bild ebenso wie der Wille, das Motto nicht nur zu akzeptieren, sondern sichtbar mitzutragen. Mit kräftigen Bläsersätzen, bekannten Wies’n-Hits, Schlagern und internationalen Partyklassikern brachte die fünfköpfige Band den Saal binnen Minuten auf Betriebstemperatur.

Wo anfangs noch vereinzelt beobachtendes Mitwippen zu sehen war, setzte bald ein geschlossenes Schunkeln ein, später wurde gesungen, geklatscht und getanzt. Auffällig war dabei die Nähe zwischen Band und Publikum. Statt einer distanzierten Bühnenpräsentation entstand ein direkter Kontakt, der den Charakter des Abends entscheidend prägte. Das Publikum reagierte prompt, oft schon nach wenigen Takten … und wir waren natürlich mittendrin.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Dass das Format inzwischen seinen festen Platz im Veranstaltungskalender gefunden hat, zeigte sich nicht nur an der Besucherresonanz, sondern auch an der Selbstverständlichkeit, mit der der Abend ablief. Organisatorisch lag die Veranstaltung in den Händen des Veranstaltungsservice Grüters, dessen Team für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Hinter dem Erfolg des „Königlich Bayrischen Vollgas Orchesters“ steht eine Band, die trotz ihrer vergleichsweise jungen Geschichte bereits zu den festen Größen der deutschsprachigen Oktoberfest- und Partyszene zählt. Gegründet wurde die Formation im Jahr 2021 von Gerry Grass, Mark Fugmann und Robert Haslinger, die zuvor viele Jahre gemeinsam bei der bekannten Münchner Oktoberfestband „Münchner Zwietracht“ aufgetreten waren.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mit dem Entschluss, musikalisch eigene Wege zu gehen, entstand eine neue Formation, die traditionelle Festzeltmusik mit modernen Party- und Schlagerelementen verbindet. Bereits kurz nach der Gründung gelang der Band der Sprung auf eine der bekanntesten Bühnen des Münchner Oktoberfestes: das Marstall-Festzelt auf der Theresienwiese, das als Treffpunkt prominenter Gäste gilt. Dort steht das Ensemble seit 2022 regelmäßig auf der Bühne und hat sich mit energiegeladenen Auftritten einen Namen gemacht. Zur aktuellen Besetzung gehören Sänger, Gitarrist und Trompeter Gerry Grass, Gitarrist und Sänger Robert Haslinger, Schlagzeuger Mark Fugmann, Akkordeonist, Keyboarder und Sänger Merlin Ritzer sowie Bassist, Baritonspieler und Sänger Roland Frey. Gemeinsam vereinen die fünf Musiker klassische Blasmusik, Rock, Pop und Schlager zu einem Programm, das bewusst auf mitreißende Stimmung setzt.

Neben ihren Live-Auftritten veröffentlicht die Band auch eigene deutschsprachige Titel und machte unter anderem mit ihrer Version des Partyhits „Layla“ sowie dem EM-Song „Geht’s raus, spielt’s Fußball“ gemeinsam mit Mario Basler auf sich aufmerksam. Fernsehauftritte im „ZDF-Fernsehgarten“, im „ZDF-Morgenmagazin“, bei „Immer wieder sonntags“ oder im „Doppelpass“ sorgten zusätzlich für bundesweite Bekanntheit. Auch in der Partyszene blieb der Erfolg nicht unbemerkt: 2024 und 2025 wurde das „Königlich Bayrische Vollgas Orchester“ bei den „Top Of The Mountains Awards“ in Österreich als beste Partyband ausgezeichnet. Wir haben zu danken, es war wirklich ein toller Abend! (sk)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming