Ferkesmarkt lockte mit Greifvogelschau und Schweinerennen

Nach vier Jahren Pause zog am vergangenen Wochenende der Ferkesmarkt wieder zahlreiche Besucher in das Lobbericher Stadtzentrum.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman und Leo Dillikrath

Lobberich – Mehr als siebzig Beschicker waren der Einladung des VVV Lobberich gemeinsam mit dem Werbering Lobberich gefolgt und hatten am letzten Wochenende ihre Stände in der Innenstadt aufgebaut. Kulinarisches, Deko und Ausgefallenes lud zum Schlendern und Verweilen am Rande der Herbstkirmes ein, während der Musikverein Cäcilia Hinsbeck und das Ensemble nurBlech aus Nettetal den Wochenendausflug musikalisch begleiteten.

Als Highlight galt nach wie vor das traditionelle Schweinerennen an beiden Tagen auf dem Alten Markt, doch auch Alpakas und eine Greifvogelschau aus Hellenthal im Ingenhovenpark sorgte für staunende und verzückte Blicke. Stolze 35 Meter umfasste die mit Sägespänen bedeckte Rennstrecke rund um den Alten Markt, auf welcher der Schweinenachwuchs sein Bestes gab um als erstes das Ziel zu erreichen. Natürlich nicht ohne die anfeuernden Rufe der zahlreichen Zuschauer, die eng gedrückt hinter der Absperrung standen. Am Ende gewann natürlich nicht nur das jeweilige Schweinchen, schließlich konnte auch der richtige Tipp für den passenden Gewinn sorgen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

Dass die Schweinchen nach wie vor im Mittelpunkt stehen, das ist der Geschichte zu verdanken, denn der Ferkesmarkt hat schließlich aus einem bestimmten Grund diesen Namen erhalten. Dieser nämlich geht auf das bestehende Marktrecht zurück, welches seit 1505 besteht. Hinzu kam ein Viehauftrieb Ecke Hochstraße und Von-Bocholtz-Straße von 1910 bis 1964, wie der Vorsitzende des VVV Lobberich, Ralf Stobbe, bei seiner Begrüßung ausführte.

Und wer nicht gerade bei den kleinen Ferkeln stehen blieb, den zog es vielleicht zur Greifvogelschau. Die Greifvogelstation Hellenthal von Betreiber Karl Fischer hatte immerhin elf Vögel mitgebracht, darunter zwei beeindruckende amerikanische Weißkopfseeadler. Wer wollte, der konnte den Vögeln ganz nah sein – so wie beispielsweise Bürgermeister Christian Küsters. (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath