Die Kulturbühne Viersen verabschiedete sich mit einem virtuellen Feuerwerk

Straßenkünstler, Gaukler und Dudelsackklänge – eine ungewöhnliche Mischung für den letzten Tag der Viersener Kulturbühne, bei dem erneut die Resonanz eher gering ausfiel.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Viel Platz war frei auf dem Ascheplatz vor der Viersener Kulturbühne, als der neuseeländische Künstler Zaktakular sein Können bewies. Der Straßenkünstler gewann 2018 beim Ferrara Buskers Festival den People’s Choice Award und 2019 den 1. Preis für Kultur auf der Straße in Neu Ulm. Jonglier-, Reifen- und Handstandakrobatik hatte er von der anderen Seite der Welt mitgebracht. Rund eine Stunde lang gehörte ihm der Platz am Hohen Busch, denn zum offiziellen Beginn übernahmen erneut heimische Stars das Zepter.

Foto: Rheinischer-Spiegel/Martin Häming

Für ihre schottischen Klänge sind die White Hackle Pipes and Drums aus Viersen weit über die Region hinaus bekannt. Gegründet hatte sich die Pipe Band bereits 2009 und nachdem in diesem Jahr der Scottish-Mayday der Corona-Krise zum Opfer gefallen war, passte es gut die gerne gebuchte Gruppe doch wenigstens am Hohen Busch zu hören.

Foto: Rheinischer-Spiegel/Martin Häming

Begeisternd ebenfalls, als Klaus, der Gaukler den Platz vor der Bühne erobert und das jubelnde Glucksen der kleinen Gäste nahm noch einmal Fahrt auf mit dem Kinderlieder-Mitmach-Theater aus Mönchengladbach. Lila Lindwurm hat der der Kinderliedermacher Anders Orth bereit 1985 getauft und ist auch heute noch das Highlight der Fans. Neun Programme speziell für Kinder bietet der Künstler mittlerweile an, Theaterelemente werden hierbei geschickt in die Liedergeschichten eingewoben und so werden die Besucher mitgenommen auf eine fantasievolle Reise in die Welt der Kindermusik. Mitmachen, mitsingen, mittanzen, klappern und scheppern – ohne ging es nicht.

Foto: Rheinischer-Spiegel/Martin Häming

Glückliches Kinderlachen hallte bei der turbulenten Aufführung über den Platz, welches sich verband mit den Liedern, die Lieselotte Quetschkommode mitgebracht hatte. Hinter dem Künstlernamen versteckt sich niemand anders als die preisgekrönte Songwriterin Astrid Hauke, deren Titel ‚Tanzende Flammen“ mit dem goldenen Award im internationalen Deutschmusik-Song-Contest ausgezeichnet wurde. Die studierte Pädagogin brachte einen Mix aus Schauspiel, Musik und Clownerie mit und wusste ihre Zuhörer gekonnt mitzureißen.

Foto: Rheinischer-Spiegel/Martin Häming

Mit guter Laune und einem anhaltenden Hauch von Glück, den Lieselotte als Glücksbotschafterin am Hohen Busch versprüht hatte, fand der Nachmittag sein Ende mit Musik heimischer Künstler und einem virtuellen Feuerwerk, mit welchem sich die Kulturbühne nach vielen abwechslungsreichen Veranstaltungen vom Hohen Busch verabschiedete. (nb)

Ein kleiner Teil der fleissigen helfenden Hände der Vierfalt. Foto: Rheinischer-Spiegel/Martin Häming