Dülkener PRIMUS-Schule macht FREI DAY

„Am FREI DAY stellt das Leben die Fragen. Schüler*innen sind selbst gewählten Zukunftsfragen auf der Spur. Sie entwickeln innovative und konkrete Lösungen und setzen ihre Projekte direkt in der Nachbarschaft und Gemeinde um.“

Viersen-Dülken – „Der FREI DAY ist ein Lernformat, das Schüler*innen dazu befähigt, die Herausforderungen unserer Zeit selbst anzupacken und diesen mit Mut, Verantwortungsbewusstsein und Kreativität zu begegnen. Am FREI DAY lernen Kinder und Jugendliche, die Welt zu verändern.“ So heißt es auf der Homepage „frei-day.org“.

Ein Ansatz der den Nerv der Dülkener PRIMUS-Schule trifft. Als zukunftsweisende und innovative Schule sind alle Beteiligten bestrebt, die Gesellschaft von morgen mitzudenken und notwendige gestalterische Fähigkeiten und Fertigkeiten mit ihren Schüler:innen zu entwickeln. „Wer heute noch glaubt, man könne Wissen in Menschen eintrichtern, der hat sich nicht mit der Komplexität und Individualität von Lernwegen befasst“, sagt Katrin Burchartz-Schiel, die Didaktische Leiterin der PRIMUS-Schule. „Lernen heißt im wahrsten Sinne begreifen, erfahren und verstehen. Wirksamkeit wird sichtbar durch Einstellungen, Verhaltensweisen und Handlungen, die sich in der Folge bei den Schüler:innen zeigen. Unsere heutige Gesellschaft fordert den jungen Menschen viel ab. Es reicht nicht, etwas zu wissen. Wissen muss sinnhaft und lebendig werden.“

Das Bildungssystem steht vor der großen Herausforderung, die junge Generation auf eine noch unbekannte Zukunft in einer sich permanent verändernden Gesellschaft vorzubereiten. Der FREI DAY macht die aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, die sich an den Global Goals der Vereinten Nationen orientieren, zum Thema. Mit Schulen im Aufbruch hat sich die PRIMUS-Schule einen starken Partner gesucht und sich als Pilotschule für das FREI DAY Accelerator-Unterstützungsprogramm beworben – und den Zuschlag bekommen.

Nun startet sie im nächsten Schuljahr gemeinsam mit Grundschulen, Gymnasien und Gesamtschulen in NRW durch. Dann muss erstmal das Kollegium ran. Was sich so einfach anhört ist harte Arbeit, denn die Kolleg:innen müssen ihre Rolle neudenken. Sie sind durch das Projekt als Initiatoren von Lernprozessen abgelöst und bewegen sich als Begleiter:innen im Hintergrund. Gut, dass sie als Netzwerkschule auf die Erfahrungen und Ergebnisse anderer zurückgreifen können. „Erst wenn eine Vertrautheit mit der neuen Rolle entstanden, Herausforderungen sowie Handlungsstrategien diskutiert und der organisatorische Rahmen klar sind, wird es einen Auftakt mit unseren Schüler:innen geben.“

Hier ist Katrin Burchartz-Schiel ganz klar. „Erst wenn wir den Schüler:innen Sicherheit und Unterstützung geben können, können sie sich voll auf ihre Projekte einlassen. Denn obwohl unsere Schüler:innen bereits Erfahrungen mit projekt- und handlungsorientierten Arbeitsweisen haben, fordert der FREI DAY sie noch weiter heraus. Da müssen wir als Kollegium klar sein, um jederzeit Hilfe zur Selbsthilfe geben können.“
Dabei verfolgt die Schule nicht nur das Ziel, ihren Schüler:innen neue Lern- und Entwicklungswege zu eröffnen, sondern möchte ebenfalls eine Wirksamkeit im Sozialraum erreichen. Alle FREI DAY-Projekte haben das Ziel, im öffentlichen Nahraum Wirksamkeit zu entfalten und sich immer weiter zu vernetzen. (opm)

Foto: Dimhou/Pixabay

 

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