Entwicklung eines Starkregenrisikomanagements für Viersen & Co. kann beginnen

Der Kreis Viersen beginnt ab sofort mit der Entwicklung eines Starkregenrisikomanagements für die kreisangehörigen Kommunen Viersen, Willich, Nettetal, Kempen, Tönisvorst und Grefrath. Das zugehörige Vergabeverfahren durch den Kreis wurde erfolgreich abgeschlossen.

Kreis Viersen – Im Februar ist bereits der Projektstart für ein gemeinsames Starkregenrisikomanagement in Kooperation zwischen dem Kreis Viersen und dem Schwalmverband erfolgt.
Im Anfang 2022 geschlossenen Kooperationsvertrag zwischen dem Kreis Viersen und dem Schwalmverband wurden neben Bereichen im Kreis Heinsberg und der Stadt Mönchengladbach auch die Gemeindegebiete Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal berücksichtigt. Gemeinsam mit den übrigen kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie den betroffenen Wasser- und Bodenverbänden erarbeitet der Kreis nun ein dazu kompatibles Starkregenrisikomanagement. Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden können später hieran anknüpfen und darauf aufbauend weitergehende Planungen entwickeln. Die gesamten Kosten der Erstellung des Starkregenrisikomanagements für das Kreisgebiet übernimmt der Kreis Viersen.

„Ereignisse wie das Unwetter in Viersen-Dülken oder die Hochwasserkatastrophe im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass im Zuge des Klimawandels vermehrt mit Extremwetterlagen zu rechnen ist. Mit dem Starkregenrisikomanagement soll eine bessere Prävention solcher Ereignisse erreicht werden“, erläutert Rainer Röder, technischer Dezernent des Kreises Viersen. Dafür wird anhand einer Simulation eine detaillierte Starkregen-Gefahrenkarte erarbeitet. Diese zeigt, wie sich die Niederschlagsereignisse auf einzelne Gebiete auswirken. Darauf aufbauend werden in einer Risikoanalyse mögliche Gefahrenpunkte, zum Beispiel Straßen oder Gebäude und insbesondere kritische Infrastruktur und vulnerabler Einrichtungen systematisch identifiziert und bewertet. In einem Handlungskonzept erfolgt schließlich die Abstimmung konkreter Maßnahmen, unterteilt nach Priorität. Der Kreis Viersen rechnet mit ersten Ergebnissen bis zum Frühjahr 2023. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz