Flüchtlinge: Jeder Zweite für Schließung der Grenzen

Weltweit steigen Fluchtbewegungen laut UNHCR auf einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig nimmt die Unterstützungsbereitschaft für Geflüchtete in Deutschland deutlich ab, so das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos in 29 Ländern durchgeführt hat.

Gesellschaft – In Deutschland findet eine Dreiviertelmehrheit (73%), dass Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, die Möglichkeit haben sollten in anderen Ländern Zuflucht zu suchen. Im Vorjahr lag die Zustimmung allerdings noch bei 78 Prozent.

Forderung nach Aufnahmestopp immer lauter

Inzwischen ist sogar knapp die Hälfte der Bevölkerung (48%) der Meinung, dass Deutschland zum aktuellen Zeitpunkt keine Flüchtlinge mehr aufnehmen könne und seine Grenzen für Geflüchtete vollständig schließen solle. 45 Prozent der Deutschen sprechen sich gegen eine Grenzschließung aus, sieben Prozent sind unentschieden. In der Umfrage zwölf Monate zuvor stimmten nur 32 Prozent der Befragten für Aufnahmestopp und Grenzschließung – ein Anstieg von 16 Prozentpunkten.

Dr. Robert Grimm, Leiter der Politik- und Sozialforschung bei Ipsos, dazu: „Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland wird immer größer. Es stellt sich die Frage, wie viele Flüchtlinge Deutschland noch aufnehmen kann. Länder und Kommunen streiten seit langem mit dem Bund über eine bessere Finanzierung der Kosten für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge, die Integration in den Arbeitsmarkt, das Personal für Kitas und Schulen sowie die Sprachförderung. Dieser Streit geht an den Bürgerinnen und Bürgern nicht spurlos vorbei.“

Wachsende Zweifel an Fluchtmotiven

Eine steigende Anzahl der Deutschen zweifelt außerdem an den Fluchtmotiven. 62 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die meisten Geflüchteten, die nach Deutschland kommen, gar keine echten Flüchtlinge seien, sondern nur aus wirtschaftlichen Gründen, wie etwa der Inanspruchnahme von Sozialleistungen, einwandern möchten. Die Zustimmung zu dieser Aussage war im Jahr 2022 ebenfalls deutlich geringer (51%). Gleichzeitig finden nur noch 40 Prozent der Bundesbürger, dass Flüchtlinge einen positiven Beitrag für Deutschland leisten – ein Rückgang um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Dr. Robert Grimm meint: „Die hohe Inflation wirkt sich auch bei diesem Thema auf die Einstellungen der Deutschen aus. Seit drei Jahren hinkt die Entwicklung der Reallöhne der Nettolohnentwicklung hinterher. Vor allem die unteren Einkommensgruppen spüren diesen Wohlstandsverlust. Auch deshalb sinkt die Bereitschaft der Deutschen, Hilfsbedürftige aufzunehmen. Rechtspopulistische Parteien wie die AfD schüren die Verteilungsängste der Bürgerinnen und Bürger zusätzlich. Offenbar nicht ohne Erfolg, denn in unserer aktuellen Sonntagsfrage erreicht die AfD mit 19 Prozent den höchsten Wert, den wir bisher gemessen haben.“

Jeder Dritte für Verwahrung von Asylbewerbern während Prüfverfahren

In der Bevölkerung sinkt außerdem der Optimismus, dass sich die meisten Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, erfolgreich in die neue Gesellschaft integrieren werden. War im Vorjahr noch jeder Zweite (49%) dieser Meinung, sind es in der aktuellen Umfrage nur noch 41 Prozent der Befragten. Um die Integrationschancen zu verbessern, meint eine Mehrheit von 61 Prozent, dass es Asylbewerbern erlaubt sein sollte, zu arbeiten, während sie auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag warten. Dies würde es den Geflüchteten erleichtern, die deutsche Sprache zu erlernen und sich zu integrieren.

Danach gefragt, ob die Mobilität von Asylbewerbern eingeschränkt werden sollte, solange ihr Anspruch auf Asyl bearbeitet wird, stimmen 39 Prozent der Deutschen zu. Jeder Vierte (25%) spricht sich gegen eine solche Verwahrung aus, 16 Prozent sind in dieser Frage unentschieden.

Ein Drittel der Deutschen engagiert sich für Flüchtlinge

Jeder dritte Befragte (33%) gibt an, sich in den vergangenen zwölf Monaten für geflüchtete Menschen eingesetzt zu haben. Das Spenden von Geld und Gütern ist die am häufigsten genannte Unterstützungsleistung (16%). Jeder Zehnte (10%) hat im vergangenen Jahr Flüchtlinge ehrenamtlich unterstützt. Acht Prozent haben Social-Media-Nachrichten zur Unterstützung von Flüchtlingen gepostet. Weitere acht Prozent geben an, Regierungsbeamte kontaktiert oder Petitionen unterschrieben zu haben, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

Methode

Die Ergebnisse stammen aus der Ipsos Global Advisor-Studie „World Refugee Day. Global attitudes towards refugees“. Bei der Online-Umfrage wurden zwischen dem 21. April 2023 und dem 05. Mai 2023 insgesamt 21.816 Personen aus 29 Ländern über das Ipsos Online Panel-System interviewt. In Kanada, Malaysia, Neuseeland Südafrika, der Türkei und den USA waren die Befragten zwischen 18 und 74 Jahren alt, in Indien über 18 Jahre alt, in Thailand zwischen 20 und 74 Jahren, in Indonesien und Singapur zwischen 21 und 74 Jahren und in allen anderen Ländern zwischen 16 und 74 Jahren. (opm)

Ein Kommentar

  1. Hier wird viel gesagt und viel vermutet. Hier wird in Massen der Presse der Bevölkerung suggeriert, hier kann man nur mit Leuten Reden, die stets den Umgang haben mit den neuen Einwohner eben. Hier tritt die Drohung täglich ein, die Worte angeblich von die Arme Person recht frech und Garant, kommt angeblich mit der Psyche frech und dreist zu einer Kontrolle in Bus und Bahn, da fallen die Worte was willst du von mir, du Nazi was willst Du von mir! Mit Drohungen und Zeigefinger wird auch noch ins Gesicht Gespuckt den Angestellten ins Gesicht , da kommt dann keine Merkel und sorgt vor dien Menschen nicht. Ob Ämter oder Kontrollen in allen Bereichen, ob in Geschäften oder egal was man sich hier erdenken kann, das ist kein Hass das ist kein Spuk, das ist nur fürchterlichen Menschenbetrug. Was muss der deutsche sich alles gefallen lassen, der Fluch wird größer als man meint, da sind die CDU Politiker nicht mal bereit , das eigene Volk beschützen und begleiten. Nein aber Merkels Ruf mit einer 11 Minuten Standing Ovation da war die CDU zu bereit, und Denkt nicht an die Folgen für das Volk und ihre Sicherheit. Sogar die Straftaten wurden nicht ernst genommen. Man sollte freundlich sein zu ihren kommen. Sie konnten machen was Sie wollten, sogar den Rechtsanwalt wurde ihnen gestellt, damit sie hier machen können was ihnen gefällt. Da wurde wenig in Angriff genommen, Merkel sagte mit der Sexuellen Frust , auch wir als Volk sollen es nicht so ernst nehmen, das ist es eben und so wurde dieses auch nicht ernst genommen. Keiner wurde abgeschoben. Alles andere ist gelogen. Die richtigen Kriegsflüchtlinge ein tolles Gefühl, die machen in Deutschland kein Kalkül. Da sind die Leute die machen keine Frust , da ist sucht man plötzlich Freunde und das macht sogar Lust. Wenn das so weitergeht in Mengen, wer kann das Bezahlen in dieser Welt, fast kein Land hat noch Geld? Die Zumutung der Jugend solch einen Ruin ihnen zu hinterlassen, wird bei den neuen Wahlen bringen ein Verdruss, für die alte Volksparteien hat keiner mehr Lust. Die AFD nimmt dann die Möglichkeit ein, Sie könnte dann an der Spitze sein!

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