Irmgardiswanderer auf historischen Wegen

Sommerliche Temperaturen begleiteten in diesem Jahr die Wanderer, die sich pünktlich zur Irmgardisoktav zur traditionellen Irmgardiswanderung getroffen hatten.
Kurz notiert von RS-Redakteurin Rita Stertz

Viersen/Süchteln – Unter der Leitung von Sonja Lehmann machten sich am vergangenen Samstag fünfzehn Wanderer auf die Spuren der Heiligen Irmgardis zu verfolgen. Durch alle Altersstufen hinweg, die älteste Teilnehmerin darf auf stolze 89 Jahre verweisen, startete die Gruppe am Helenenbrunnen in Viersen. Von da aus ging es den bekannten Irmgardispfad entlang bis zur Irmgardiskapelle und zur Kaffeetafel in die Süchtelner Königsburg mit einem stärkenden Stück Appeltaat.

Mit der Irmgardis-Oktav, in der Woche nach dem 4. September eines jeden Jahres, wird in Süchteln eine Jahrhunderte alte Tradition gepflegt. Täglich werden eine Woche lang, von Sonntag bis Sonntag, Gottesdienste in der Nähe der Irmgardiskapelle gefeiert, die seit dem 15. Jahrhundert urkundlich nachgewiesen ist. Im 11. Jh. lebte dort die hl. Irmgardis als Einsiedlerin. Ihre Klause am Heiligenberg verließ sie nur selten, um der Legende nach zum Kirchlein der hl. Helena in Lenebur, dem heutigen Helenabrunn zu pilgern. Der Weg wird als Irmgardispfad oder Li’enepädsche (Helenenpfad) bezeichnet. Der dem historischen Irmgardispfad weitgehend folgende Wander- und Radweg ist mit einem lachsfarbenen Schild und den Buchstaben “ I L “ markiert. (rs/nb/Stadt Viersen)

Foto: Privat